Aktuelle Projektinfos
Regionaler Nachwuchswettbewerb "InfoPoint"
Die Landeshauptstadt Saarbrücken möchte als Ausloberin im Rahmen des Großprojektes Stadtmitte am Fluss zwischen den Hochschulen ENSA Nancy, FH Trier, FH Kaiserslautern sowie HBK und HTW Saarbrücken einen regionalen Nachwuchswettbewerb ausloben.
Ziel des Nachwuchswettbewerbes ist es, einen wieder erkennbaren Marker als bauliches Objekt zu schaffen, unverwechselbar für das Projekt Stadtmitte am Fluss und die Stadt Saarbrücken unter dem Motto „Die Baustelle als Schaustelle“ erlebbar machen. Dieser infoPOINT soll der öffentlichen Präsentation des Projektes dienen. Die Nutzung des infoPOINT ist für den gesamten Zeitraum des Projektes vorgesehen.
Teilnahmeberechtigte sind ausschließlich Studierende der Fachrichtungen Architektur, Kunst, Mediengestaltung der Hochschulen Nancy, Kaiserslautern und Trier und Saarbrücken. Der Wettbewerb wird zeitversetzt bei gleicher Bearbeitungsdauer (11 Wochen) durchgeführt. Die verantwortlichen Professoren der teilnehmenden Hochschulen regeln die Regularien des Wettbewerbes (Beginnn, Zwischenpräsentation, Beendigung des Wettbewerbs). Es handelt sich um einen offenen Realisierungswettbewerb zwischen den genannten Hochschulen, wobei die jeweiligen Teilnehmenden im Verfahren anonym bleiben.
Der Wettbewerb beginnt Ende Februar in Nancy und endet mit der Juryentscheidung Ende Juli 2010. Die Jury erarbeitet in der Jurysitzung eine schriftlich begründete Empfehlung für die weitere Bearbeitung und Realisierung des Entwurfes.
Das Preisgericht kann die Arbeiten in den drei verschiedenen Bewertungskategorien Architektur, Kunst, Raumkonzept bewerten und beurteilen.
Folgende Bewertungskriterien werden u.a. bei der Beurteilung zugrunde gelegt:
Ausformulierung der gestalterischen Idee sowie Übertragbarkeit des Raumkonzeptes auf die von der VerfasserIn vorgeschlagenen Standorte, Mobilität des Objektes, Ausarbeitung des Standortkonzeptes im Wettbewerbsgebiet, Realisierbarkeit im Hinblick auf den Nutzungsanspruch, Gestalterische Qualität und Funktionalität des Objektes,
Innovative Ideen zur Gestaltung und Materialität, Nutzungstauglichkeit unter den Aspekten Barrierefreiheit und Gender.
Die Ergebnisse werden vorausichtlich ab dem 16.08.2010 öffentlich bekanntgegeben werden können.
Die Umsetzung der Ergebnisse ist geplant nach Entscheidung des Stadtrates. Es besteht seitens der Wettbewerbssieger kein Anspruch auf Umsetzung des Entwurfes.
Zur Umsetzungsvorbereitung ist die Einbeziehung des Wettbewerbsgewinners in Zusammenarbeit mit einem vorlageberechtigten Architekturbüro, welches vom Baudezernat je nach Ergebnis des Wettbewerbes nach ausgewählt wird, vorgesehen.
Es ist vorgesehen alle Entwürfe öffentlich zu präsentieren.
Aktueller Planungsstand in Brüssel vorgestellt
Das Ergebnis des Konsultationsgespräches mit Mitarbeitern der EU-Kommission am 3. Februar in Brüssel anlässlich der Rückfragen zum Großprojektantrag Stadtmitte am Fluss bewerten Land und Stadt Saarbrücken positiv. Die Mitarbeiter der EU-Kommission haben sich anerkennend zu den umfassenden Antragsunterlagen und zur schriftlichen Beantwortung der ersten Kommissionsfragen geäußert. Der unterbrochene Prüfungsprozess der EU-Kommission wird nun fortgesetzt – Fragen zu weiteren Themenkomplexen wurden zeitnah angekündigt.
An dem Treffen auf der Fachebene nahmen von Saarbrücker Seite eine zehnköpfige Delegation aus Vertretern der Landeshauptstadt und des Landes teilnehmen. Von Seiten der Stadt war unter anderem Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Hoefer vertreten, von Seiten des Landes u. a. Umwelt-Staatssekretär Dieter Grünewald. Die EU-Kommission nahm mit Vertretern aus verschiedenen Fachbereichen (u. a. Fachabteilung Umwelt sowie Fachabteilung Finanzen) der für den Großprojektantrag zuständigen Generaldirektion Regionalpolitik am Gespräch teil.
„Die Komplexität des Projektes erfordert nach Einschätzung der EU über die Antragsunterlagen hinaus einen intensiven direkten Informationsaustausch, der mit dem gestrigen Gespräch in Brüssel begonnen wurde“, erklären Wandel-Hoefer und Grünewald.
In der vertiefenden Diskussion konnten insbesondere Ergebnisse des seit Antragseinreichung weitergeführten Planungsprozesses dargestellt werden, die in den Großprojektantrags-Unterlagen noch nicht enthalten sein konnten. „Die Kernziele des Projektes als Leitinvestition für die Großregion konnten von den Gesprächspartnern ebenso nachvollzogen werden wie die Ziele zu Hochwasserschutz, Lärmminderung und Verbesserung des Stadtklimas“, sagen Wandel-Hoefer und Grünewald.
Die für die Genehmigung des Projektes eingeleiteten Verfahren (z.B. Prüfung der Umweltverträglichkeit) wurden begrüßt, ihre konsequente Fortführung wird von der EU erwartet. Besonderes Lob fand das umfassende Bürger-Beteiligungsverfahren, die Kommission wünscht eine Fortsetzung dieses Abstimmungsprozesses mit der Öffentlichkeit auf dem erreichten hohen Niveau.
Zur Beschleunigung des Prüfungsprozesses wurde die Reise eines leitenden Mitarbeiters nach Saarbrücken und die Möglichkeit direkter Konsultationen vor Ort angeboten. Die Gesprächsteilnehmer von Land und Stadt kehren aus Brüssel mit einem zuversichtlich-konstruktiven Grundtenor zurück.
Neue Anlaufstelle soll Infocontainer an der Berliner Promenade ersetzen
Nachdem die vorbereitenden Arbeiten zum Umbau der Berliner Promenade erfolgreich angelaufen sind, soll die bisherige provisorische Informationsstelle im Info-Container an der Berliner Promenade durch eine längerfristig angelegte Anlaufstelle ersetzt werden, die den Bedürfnissen der Besucher mehr entgegenkommt und weniger den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist. Unter Berücksichtigung der für 2010 anstehenden Bauarbeiten am neuen Kopfbau der Berliner Promenade soll die Informationsstelle bereits jetzt an einen neuen Standort verlagert werden. Derzeit prüft das Baudezernat verschiedene Möglichkeiten, während der Bauphase an der Berliner Promenade eine feste Informationsstelle in einem der leerstehenden Ladenlokale einzurichten.
Dort soll eine großzügige Informationsstelle entstehen, die erster Anlaufpunkt bei Fragen zu den Baumaßnahmen sein soll und bei Bedarf den Kontakt mit den jeweils Zuständigen herstellen kann. Gleichzeitig sollen die Bevölkerung und die Innenstadt-Besucher anhand von Plänen, Modellen und Multimedia-Lösungen über den Fortschritt bei den Planungen zum Großprojekt „Stadtmitte am Fluss“ informiert und so in den Prozess integriert werden. Die neue Anlaufstelle soll u.a. die Möglichkeit geben, Veranstaltungen für größere Gruppen anzubieten oder Filme wie die am 3. Oktober gezeigte 3-D-Präsentation häufiger vorzuführen. Gleichzeitig bietet die neue Anlaufstelle bessere Möglichkeiten für eine kontinuierliche Personalisierung.
Baudezernentin Wandel-Hoefer: Die neue Informationsstelle soll Informationen aus einer Hand bieten können. Mit der Standortwahl wollen wir bewußt die „Berliner Promenade“ während der Bauzeit unterstützen und genau dort informieren, wo die Bauarbeiten stattfinden.
Noch im Dezember sollen die Entscheidungen über das neue Info-Angebot fallen, damit im Januar 2010 mit der Einrichtung begonnen werden kann.
Die Schließung des Info-Containers bringt für Informationssuchende keine Nachteile. Sie können sich bis zur Eröffnung der neuen Informationsstelle werktags mit Fragen, Anregungen oder Kritik an die Projektgruppe „Stadtmitte am Fluss“ im Baudezernat der Landeshauptstadt Saarbrücken im 4. Stock des Diskonto Hochhauses (Bahnhofstrasse 31) wenden. Für telefonische Anfragen besteht weiterhin die Hotline 0681/905-4004.
Landeshauptstadt und DFKI präsentieren 3D-Simulation zu Stadtmitte-Projekt
Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat in enger Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) eine 30-minütige 3D-Simulation des Zukunftsprojektes entwickelt. Diese Präsentation wurde erstmals im Rahmen der zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit gezeigt und kann in gekürzter Fassung online hier abgerufen werden.
Besucherinnen und Besuchern konnten sich die 30-minütige 3D-Simulation in einem eigenen Präsentationszelt ansehen. An den mehr als 40 Vorführen nahmen über 1.000 Personen teil, die von den gezeigten Ansichten begeistert waren („Endlich kann ich mir mal vorstellen, wie das alles aussehen soll.“).
Darüberhinaus erhielten alle Interessierten an der „Stadtmitte am Fluss“-Infotheke im Hauptzelt der Stadt Saarbrücken anhand von Plänen und Informationsmaterialien sowie eines Architekturmodells Einblicke in das Großprojekt. Mitglieder der Projektgruppe „Stadtmitte am Fluss“ standen Freitag und Samstag als Ansprechpartner zur Verfügung und beantworteten unermüdlich die Fragen der BesucherInnen.
Auch hier zeigten die Besucherzahl und die vielen Fragen das große Interesse am zentralen Stadtentwicklungsprojekt. Besonders wichtig waren für die BesucherInenn die Verkehrsführung während der Bauarbeiten und nach Fertigstellung des Projektes.
Auf besondere Resonanz trafen die Postkarten, mit denen die Besucher bereits heute Grüße aus der neuen Stadtmitte Saarbrückens versenden können.
Ausführungen zu Finanzierungsplanung, Verkehr und Städtebau
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
„Stadtmitte am Fluss“ ist ein wesentliches Projekt der Zukunftsentwicklung Saarbrückens, des Saarlandes und der grenzüberschreitenden Großregion. Die neue „Stadtmitte am Fluss“ kann Saarbrücken als dynamische Landeshauptstadt, als attraktiven Lebensraum, als interessanten Investitionsstandort überregional positionieren. Wir brauchen eine starke Landeshauptstadt als Motor der Großregion, die wichtige Impulse für Innovation, Bildung, Forschung, Kultur sowie nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung setzt. Von einem starken Saarbrücken profitieren dann auch die Kommunen im Umland.
Wie alle Städte und Gemeinden stellen uns Strukturwandel, demografischer Wandel, aber auch Globalisierung vor neue Herausforderungen. Städte und Regionen werden verstärkt um Investitionen und um gut ausgebildete Fachkräfte konkurrieren. Deshalb werden wir uns künftig noch stärker mit anderen Städten und Regionen messen müssen. Um in diesem Wettbewerb zu bestehen, müssen wir die Landeshauptstadt in ihrer Gesamtheit voranbringen. Auf dem Weg zu diesem Ziel ist die Innenstadtentwicklung von zentraler Bedeutung.
Denn hochqualifizierte Menschen werden bei vergleichbaren wirtschaftlichen Randbedingungen in Städte gehen, die ihnen ein attraktives Lebensumfeld bieten. Weiche Standortfaktoren werden immer wichtiger. Durch unsere hervorragenden Hochschulen und zahlreiche innovative Unternehmen ziehen wir kluge Köpfe nach Saarbrücken. Unser Ziel muss es sein, ihnen eine attraktive Umgebung zu bieten, in der sie auch langfristig leben möchten.
Das Projekt Stadtmitte baut auf umfassenden Analysen der städtebaulichen Herausforderungen für die Zukunft der Landeshauptstadt und der Region auf. Unabhängige Expertisen bestätigen, dass das Projekt zentrale Ziele der Sicherung von Wachstum und Beschäftigung unterstützt. Eine für den EU-Großprojekteantrag notwendige und unabhängige Kosten-Nutzen-Analyse durch die MR Gesellschaft für Regionalberatung mbH (Bremen) in Kooperation mit der GEFRA (Gesellschaft für Finanz- und Regionalanalysen, Münster) kommt zu dem Ergebnis, dass mittelfristig in der Region Saarbrücken zusätzliche Einkommen im Umfang von rund 207 Millionen Euro entstehen können. Bei einer Bauzeit von cirka sechs Jahren ist ein jährlicher Beschäftigungsimpuls von etwa 570 zusätzlichen Arbeitsplätzen zu erwarten. Hinzu kommen langfristige Effekte durch die Attraktivitätssteigerung der Stadt nach der Bauphase.
Das derzeit veranschlagte Finanzvolumen von 370 Millionen Euro ist ein gigantisches Konjunkturprogramm. Es wird Menschen in die Region ziehen, die hier arbeiten, leben und somit auch Geld in die Kassen der Unternehmen spülen wird. Dies gilt für den Mittelstand, der durch Aufträge im Projekt sehr stark profitiert. Dies gilt aber auch für den Einzelhandel oder die Gastronomie in Saarbrücken.
Die große Bedeutung des Projektes steht außer Frage. Fragen erhalten wir aber immer wieder aus der Bevölkerung, insbesondere was die Finanzierung und die verkehrlichen Auswirkungen des Projektes anbelangt. Deshalb wollen wir Sie auf dieser Seite umfassend zu allen wesentlichen Fragen der Finanzierung, des Verkehrs und der städtebaulichen Planungen informieren.
Projekte dieser Größenordnung benötigen sorgfältige Planung, Besonnenheit bei der schrittweisen Entwicklung und Transparenz für Öffentlichkeit und Entscheidungsträger. Das Projekt befindet sich nach einer vierjährigen Orientierungsphase – eine bei Großprojekten vergleichsweise kurze Zeit – in der konkreten Vorplanung. Bis zum Baubeginn liegen aber noch wesentliche Planungs- und Entscheidungsschritte vor uns.
Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Finanzvolumen für „Stadtmitte am Fluss“ ist durch sorgfältige Kostenkontrolle, schrittweise Planung und die Absicherung der Realisierbarkeit in Teilprojekten gewährleistet. Unkalkulierbare Risiken können somit vermieden werden.
Wir sind in der Lage, die Innenstadt Schritt für Schritt aufzuwerten. Wir können mit Teilprojekten beginnen, die losgelöst von dem viel diskutierten Tunnel bereits finanziert sind und ohnehin umgesetzt werden müssten. Beispiele sind die Umgestaltung der Berliner Promenade zu einer attraktiven Flaniermeile oder die notwendige Neugestaltung der Luisenbrücke.
Die regionale und überregionale Erreichbarkeit Saarbrückens als Wirtschafts-, Bildungs- und Versorgungszentrums der Region ist bereits heute beeinträchtigt durch das extreme Verkehrsaufkommen, das hohe Gefährdungspotenzial und die ungünstigen Prognosen für die A 620, für die dringend nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen.
Im Rahmen umfangreicher Voruntersuchungen wurden alle Alternativen untersucht und bewertet. Das Ergebnis: Stadtmitte am Fluss ist nachweislich die wirksamste, nachhaltigste und effektivste Lösung für die Verkehrsprobleme und schafft gleichzeitig zwölf Hektar Entwicklungsflächen für Freianlagen und Innenstadtentwicklung.
Die Verkehrsführungen während der Bauzeit können bereits heute plausibel dargestellt werden. Behelfsautobahnen, provisorische Brücken und andere intelligente Lösungen gewährleisten, dass das von einigen befürchtete Verkehrschaos und unzumutbare Beeinträchtigungen während der Bauzeit ausbleiben werden.
Bundesweit findet das Vorhaben Aufmerksamkeit und Anerkennung: Das Projekt wurde ausgezeichnet mit einem Nationalen Preis für Stadtentwicklung und Baukultur und wird in Expertengremien als beispielgebendes Pilotprojekt für den exemplarischen Umgang mit den Fehlern einer autistischen Verkehrspolitik der Vergangenheit diskutiert.
Aufbauend auf dieser Basis können wir in verantwortungsvoll abgesicherten Schritten, in transparenter öffentlicher Diskussion, umfangreich unterstützt von ausgewiesenen Fachleuten für alle wirtschaftlichen und technischen Fragen, mit Besonnenheit und Selbstvertrauen das Projekt „Stadtmitte am Fluss“ als entscheidenden Beitrag für die Zukunftschancen der Stadt und der Region weiterentwickeln.
Ihre
Häufig gestellte Fragen und Antworten zur Finanzierung
- Wer sind die Finanzierungspartner im Projekt?
- Wofür sollen bis 2016 370 Mio € ausgegeben werden?
- Sind die heute genannten Kosten verläßlich und wie sollen Kostenrisiken für die Zukunft im Griff behalten werden?
- Wie verteilen sich die Kosten auf Stadt, Land , Bund und EU nach Projekten und nach Jahren?
- Welche Projektbestandteile sind technisch unabhängig vom Tunnel, welche sind abhängig vom Tunnel ?
- Welche Szenarien gibt es für den Projektablauf? Welche Abhängigkeiten gibt es zwischen Projektablauf und Finanzierung durch EU und Bund? Welche Szenarien sind denkbar?
Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Verkehr
- Welches sind die aktuellen Verkehrsprobleme auf der Stadtautobahn und wie sehen die Prognosen bei Nichtstun aus?
- Was bedeuten die Lärmbelastungen durch die Autobahn aus und wirken einfache Verbesserungsmöglichkeiten (Geschwindigkeitsreduzierung, lärmmindernder Asphalt, Lärmschutzwände)?
- Wie wirkt sich die derzeitige Versiegelung auf das Stadtklima aus und was müssen wir beim Hochwasserschutz beachten?
- Kann man das Verkehrsproblem nicht auch ohne Tunnel lösen? Welche Alternativen wurden geprüft? (Überbauung der Autobahn, Richtlinienkonformer Ausbau, Südumfahrung, Nordumfahrung, Änderung des Mobilitätsverhaltens)
- Worin besteht der Lösungsansatz „Stadtmitte“ und was kann man damit für Verkehr, Lärm, Stadtklima und innerstädtische Entwicklung erreichen?
- Was muß man zum Umfeld Tunnel und Verkehrsplanung noch wissen? (Tunneltrassen, Entflechtungen, innerstädtische Verkehre, Mobilitätsplan)
- Wie soll der Verkehr während der Baustelle geführt werden?
- Welche Gutachten liegen den Planungen zu Stadtmitte zugrunde? (Verkehr, Lärm, Hochwasserschutz, Umweltprüfungen etc.)
Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Städtebau
- Wie wirkt sich die Autobahn heute auf die Stadtmitte aus, warum haben wir dringenden Handlungsbedarf? Welche Potentiale können wir durch die Autobahn nicht nutzen?
- Welches Zukunftsbild haben wir gemeinsam mit Bürgern der Stadt und Planers entwickelt?
- Was sind die wichtigsten Elemente der neuen Stadtmitte? (Grünflächen, Wohnen und neue Verbindungen zwischen den Stadtteilen)
- Wie sollen die neuen Freiräume in der Innenstadt aussehen?
- Wo können neue Flächen für Wohnen in der Innenstadt entstehen?
- Welche Chancen bietet Stadtmitte für Tourismus, Kultur und Einzelhandel?
- Welche Potentiale bietet „Stadtmitte am Fluss“ für den Wirtschaftsstandort? (Auszüge aus der Kosten-Nutzen-Analyse)
Ihr Feedback
Wir bitten Sie um Ihr Feedback unter projekt.smaf@saarbruecken.de
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Stadtmitte am Fluss erhält Auszeichnung vom Bund
Bundesminister Wolfgang Tiefensee hat im Rahmen des Wettbewerbs „Stadt bauen. Stadt leben. Nationaler Preis für integrierte Stadtentwicklung und Baukultur“ die Landeshauptstadt für das Projekt Stadtmitte am Fluss ausgezeichnet.
Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer nahm den Preis entgegen. „Dieser Preis ist ein weiterer Beleg dafür, dass die neue Stadtmitte die Landeshauptstadt und die gesamte Region nachhaltig voranbringen kann“, erklärte sie.
Mit der Vergabe des Preises würdigt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vorbildliche Projekte zur nachhaltigen Entwicklung in Städten und Regionen, die zur Nachahmung, zu neuen Überlegungen und weiterem Handeln anregen. Insgesamt nahmen 430 Projekte aus 221 Städten und Gemeinden aus ganz Deutschland am Wettbewerb teil, der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerufen wurde. In fünf Kategorien wurden insgesamt 55 Preise vergeben.
Die LHS wurde in der Kategorie „Integriert und regional handeln – Entwicklung von Stadt, Region und Landschaft“ ausgezeichnet. Die zehnköpfige Jury hat bei dem Saarbrücker Projekt zum einen der „vorbildlich geführte Dialog mit den Bürgern bei der Planung überzeugt“, zum anderen biete das Projekt „die große Chance, Bausünden aus der Nachkriegszeit zu korrigieren und eine Fläche mit hohem Entwicklungspotenzial neu zu erschließen“.
Ausstellung im Rathaus Saarbrücken: So soll die neue Stadtmitte aussehen!
Wegen des großen öffentlichen Interesses werden die Ergebnisse des kooperativen Wettbewerbsverfahrens zum Projekt „Stadtmitte am Fluss“ auch nach der Ausstellung zu 100 Jahre Großstadt weiterhin öffentlich gezeigt. Die Ausstellung befindet sich im Erdgeschoß des Rathauses St. Johann neben dem Hauberrisser-Saal und ist bis auf weiteres während der allgemeinen Öffnungszeiten zu sehen.
Die BesucherInnen können sich anhand mehrerer Schautafeln über die Planungen der Büros Loidl (Freiraum) und Braunfels (Brücken) informieren. Ein großes Architekturmodell vermittelt einen Eindruck, wie die neugestaltete Innenstadt aussehen soll. Zusätzliche Informationen gibt folgender Newsletter in deutscher und französischer Sprache:
Bundesverkehrsminister Tiefensee sagt 64 Millionen Euro für Leitprojekt „Stadtmitte am Fluss“ zu
Es ist ein großer Schritt auf dem Weg zur neuen „Stadtmitte am Fluss“ in Saarbrücken: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat am 26. März in Berlin bei einem Gespräch mit Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz 64 Millionen Euro Fördermittel für das Leitprojekt in der Region zugesagt.
„Damit haben wir die erste große Hürde für die Umsetzung des Projektes genommen“, sagt Britz, „die Zusage aus Berlin war Voraussetzung dafür, dass wir nun einen Förderantrag bei der EU einreichen können.“
„Tiefensee hat bei dem Treffen zudem eine Förderung aus Städtebaumitteln zugesagt, da das Projekt eine interessante Synthese aus Verkehrsplanung und Städtebau darstellt. Hierzu werden noch weitere Gespräche geführt“, erklärt Saarbrückens Verwaltungschefin.
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz: „Wolfgang Tiefensee hat außerdem angeboten, mit mir nach Brüssel zu fahren, um dort gemeinsam für eine EU-Förderung einzutreten. Ich bin mit den erzielten Ergebnissen sehr zufrieden“, sagt die Oberbürgermeisterin.
Der finale Clip zum Bürgerbeteiligungsverfahren ist online!
Kooperatives Wettbewerbsverfahren abgeschlossen - Fachjury votiert für Vorschlag des Ateliers Loidl aus Berlin.
Die Ergebnisse des Kooperativen Wettbewerbsverfahrens zum Projekt „Stadtmitte am Fluss“ liegen vor. Insgesamt sechs interdisziplinäre Planungsteams, die durch ein gesondertes, europaweites Verfahren ausgewählt wurden, hatten sich beteiligt. Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hat die Empfehlungen der Jury am Samstag, 15. November, im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt - gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Fachjury, Professor Tom Sieverts (Bonn), und Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Hoefer. "
Die Jury empfiehlt die Arbeit des Planungsteams um das Berliner Atelier Loidl der Weiterentwicklung des Projektes zugrunde zu legen – mit Ausnahme der Brücken. Für deren Gestaltung soll mit dem Planungsteam um das Berliner Büro Stephan Braunfels Architekten BDA verhandelt werden“, erklärte Britz. Sie sei von den Arbeiten dieser beiden erstklassigen Teams sehr angetan, erklärte Britz. Das Atelier Loidl gestaltet derzeit unter anderem das Rheinufer bei Köln-Wesseling sowie den Park auf dem Gleisdreieck in Berlin („grüne Pause in der Stadt“). Das Büro Braunfels hat unter anderem die Abgeordnetenhäuser in Berlin sowie die Pinakothek der Moderne in München gestaltet. Die Tragwerksplaner im Team, Sailer Stepan und Partner (München), waren unter anderem für die Tragwerksplanung der Allianz-Arena in München verantwortlich.
Zu ihrem Ergebnis ist die Fachjury bei ihren Sitzungen am 11. und 12. November gekommen. Neben Professor Tom Sieverts besteht die Jury aus Fachleuten der in den Planungsteams vertretenen Fachrichtungen sowie aus Vertretern der Fraktionen des Stadtrates, des Landes und der Stadtverwaltung. „Das Jury-Votum fiel mit 12:1 Stimmen eindeutig aus“, sagte Britz weiter.
Die Leitidee des Loidl-Entwurfes beschreibt die Jury wie folgt: „Die Konzeption baut auf dem historischen Stadtgrundriss und den dominanten landschaftlichen Strukturen auf, um sie den neuen Bedürfnissen der Stadtbevölkerung entsprechend weiter zu entwickeln und mit zeitgenössischen Mitteln zu gestalten. Dabei wird die Unterschiedlichkeit der beiden Saarufer herauskristallisiert und betont.“ Der aufgerissene Stadtkörper auf dem Hochufer von Alt-Saarbrücken werde wieder geschlossen und zu einer gegliederten aber deutlich lesbaren Stadtkante. In der Bewertung heißt es weiter: „Dabei soll die Stadt nicht erneut überformt werden, vielmehr werden die neuen Bausteine in Maßstab und Nutzungsstruktur erkennbar aus den bestehenden Strukturen abgeleitet.“
Die Jury kam in ihrer Bewertung zu folgendem Fazit: „Die Konzeption der Gruppe Loidl ist ein wertvoller und tragfähiger Entwurf einer neuen Mitte von Saarbrücken. Dabei liegt die besondere Qualität in der zurückhaltenden und fast selbstverständlichen Interpretation des Ortes. Es lässt hoffen, dass die städtische und landschaftliche Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit wieder lesbar wird, die Saarbrücken einmal geprägt hat und die schon verloren schien. Es ist ein Entwurf, den eine klare gestalterische Handschrift kennzeichnet und der doch offen ist für zukünftige Veränderung.“
Lediglich die Brückenkonzeption wurde als „kein Ziel führender Vorschlag“ bewertet. In diesem Punkt wiederum überzeugt laut Jury-Meinung der Braunfels-Entwurf. In diesem seien „die Brücken qualitätsvoll für den Flussraum herausgearbeitet worden“.
Der Jury-Vorsitzende Professor Tom Sieverts, einer der profiliertesten Architekturtheoretiker der Gegenwart in Deutschland, der sich wie kaum ein anderer in die deutsche und internationale Diskussion der letzten Jahrzehnte eingebracht hat, lobte „ die unglaublich wertvollen Beiträge und die Leistung aller Teams, die zum einen die Bandbreite der neuen Bilder für eine Stadtmitte zeigen, zum anderen der Stadt als Ausloberin eine gute Grundlage für die Weiterentwicklung der unterschiedlichen Aufgabenstellungen bieten“.
Baudezernentin Dr. Rena Wandel-Hoefer betonte „die neuen Bilder sind ein Versprechen, das nun über Planung und Umsetzung vom Team Loidl in Zusammenarbeit mit der Verwaltung eingelöst werden muss“.
In den Beiträgen der Teams und der Beurteilung der Jury seien die Anregungen aus den beiden Bürgerwerkstätten (siehe unten: Überblick zu Stadtmitte am Fluss und Beteiligungsverfahren) sehr ernst genommen worden. Die Jury hat die Qualitätskriterien aus der ersten Werkstatt als Leitfaden für die Bewertung herangezogen und sich dann intensiv mit der Alltagstauglichkeit, der Nutzungs- und Gebrauchsqualität, der Nachhaltigkeit und Zeitlosigkeit der Arbeiten auseinander gesetzt. Aus der Zusammenschau mit weiteren Kriterien wie der Wirtschaftlichkeit und möglichen Folgekosten wurde dann die Rangfolge entwickelt.
Das Kooperative Wettbewerbsverfahren ist Bestandteil einer Ausschreibung von Planungsleistungen nach der Verdingungsverordnung für freiberufliche Leistungen (VOF). Die Jury-Entscheidung wird zu 50 Prozent in die Stadtratsentscheidung eingehen. Die weiteren 50 Prozent werden im Verhandlungsverfahren mit den Planungsteams über Kriterien wie Büroorganisation und Leistungsfähigkeit der Planungsteams, Referenzen, Honorarangebot, Präsentation beim Bietergespräch etc. ermittelt.
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