Ihre europäische Kontonummer

Was bedeutet SEPA? Bin ich von der Umstellung auf SEPA auch betroffen? Welche Vorteile habe ich davon? Hier finden Sie die wichtigsten Fakten rund um SEPA.

Was bedeutet SEPA?

SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area (Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum).

Dieser besteht aus den 28 EU-Staaten, den weiteren EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen sowie der Schweiz, Monaco uns San Marino. Im SEPA-Raum werden europaweit standardisierte Verfahren für den bargeldlosen EURO‑Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften) angeboten. SEPA betrifft jeden Kontoinhaber innerhalb dieses Gebiets. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um eine Privatperson oder ein Unternehmen handelt.

 

Was ist eine IBAN?

Erläuterung zur europäischen Kontonummer

Zusammensetzung der IBAN

Bei der IBAN handelt es sich um eine weltweit gültige Nummer für Ihr Girokonto. Sie ersetzt Ihre bisherigen Angaben zur Kontoverbindung.

Die IBAN ist eine von der ISO (International Organization for Standardization) und dem ECBS (European Committee for Banking Standards) entwickelte Norm für die Darstellung von Bankidentifikation und Kontonummer.

Was bedeutet BIC?

Swift Code

Zusammensetzung BIC

Beim BIC (Bank Identifier Code) handelt es sich um eine international gültige Bankleitzahl. Da der BIC von der SWIFT vergeben wird, ist er auch als SWIFT-Code bekannt. Die BIC muss noch bis Februar 2016 zusätzlich zur IBAN auf grenzüberschreitenden Überweisungen angegeben werden.

Ab wann tritt SEPA in Kraft?

Der 1. Februar 2014 ist gemäß der EU-Verordnung Nr. 260/2012 (SEPA-Verordnung) als verbindlicher Auslauftermin für die nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Euroländern festgelegt. Ab diesem Zeitpunkt werden die nationalen Überweisungs- und Lastschriftverfahren durch die SEPA-Zahlverfahren ersetzt.

Allerdings erleichtern zwei Übergangsbestimmungen in Deutschland die Umstellung auf SEPA. Demnach dürfen bis zum 1. Februar 2016 Verbraucher weiterhin ihre Kontonummer und Bankleitzahl verwenden und im deutschen Einzelhandel darf das Elektronische Lastschriftverfahren weiter genutzt werden.

Wo finde ich meine IBAN und meine BIC?

Sie finden Ihre IBAN und den BIC Ihrer Bank bereits seit 2003 auf Ihrem Kontoauszug.

Falls Sie Online Banking betreiben, finden Sie diese Angaben unter Menüpunkten „Meine Daten“ oder „Kontodetails“. Häufig sind sie bereits auch auf den Bankkundenkarten aufgedruckt.

Vorteile von SEPA

Verbraucher benötigen nur noch ein einziges Konto.

Von diesem Konto aus können überall im Euro-Raum Überweisungen und Lastschriften ebenso leicht initiiert werden wie nationale Zahlungen. Daher sollten Sie wissen, dass Zahlungsempfänger gemäß Artikel 9 (2) der SEPA-Verordnung nicht von ihrer Kundschaft verlangen dürfen, eine Kontoverbindung in einem bestimmten EU-Mitgliedstaat zu unterhalten. Dies gilt auch für Lastschrifteinzüge öffentlicher Kassen, wie beispielsweise Gemeinden und Kommunen. Somit muss der Einzug etwa von in Euro zahlbaren Steuern durch den deutschen Fiskus auch über eine Kontoverbindung in anderen Ländern der Europäischen Union möglich sein. Umgekehrt müssen Verbraucherinnen und Verbraucher sich daran gewöhnen, dass sie für Zahlungen gegebenenfalls Kontoverbindungen in einem anderen Mitgliedstaat nutzen müssen.

Die SEPA-Verordnung gibt Verbrauchern darüber hinaus das Recht, ihrer Bank folgende Aufträge zu erteilen:

  • Lastschrifteinzüge auf einen bestimmten Betrag oder eine bestimmte Periode oder beides zu begrenzen;
  • ein Zahlungskonto gänzlich für Lastschriften zu blockieren;
  • Lastschriften bestimmter Zahlungsempfänger zuzulassen („white lists“) oder auszuschließen („black lists“);
  • falls das Mandat gemäß dem Zahlverfahren kein Erstattungsrecht vorsieht, müssen Zahler ihren Banken darüber hinaus den Auftrag erteilen können, vor Belastung ihres Zahlungskontos jede Lastschrift anhand der Mandatsangaben zu überprüfen und zu kontrollieren, ob der Betrag und die Periode der vorgelegten Lastschrift den Vereinbarungen im Mandat entsprechen.