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Das Europäische Solidaritätskorps

Solidarität - der Kitt, der die Union zusammenhält

Das Europäische Solidaritätskorps

Europäisches Solidaritätskorps

Europäisches Solidaritätskorps

Am 14. Dezember 2016 hat EU-Kommissionspräsident Juncker in seiner Rede zur Lage der Union die Idee eines "Europäischen Solidaritätskorps" vorgestellt. 

Ziel des Europäischen Solidaritätskorps ist es, jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren die Möglichkeit zu bieten – sei es durch freiwilliges Engagement oder durch eine berufliche Tätigkeit –, an breit gefächerten Solidaritätsprojekten teilzunehmen und damit Herausforderungen in der gesamten Europäischen Union anzupacken. Das Europäische Solidaritätskorps wird schutzbedürftige Gemeinschaften sowie nationale und lokale Strukturen unterstützen, z. B. bei der Bereitstellung von Lebensmitteln, Aufräumaktionen in Wäldern oder der Integration von Flüchtlingen. Bis 2020 sollen die ersten 100.000 jungen Europäerinnen und Europäer daran teilnehmen.

Das Solidaritätskorps ist Teil von Maßnahmen zur Beschäftigung und Ausbildung junger Menschen, auf die sich die Staats- und Regierungschefs auf dem EU-Gipfel in Bratislava vom 16. September 2016 verpflichtet hatten.

Wie funktioniert das Solidaritätskorps?

Die Idee ist einfach: Junge Menschen engagieren sich in europäischen Krisensituationen und leisten dort Hilfe, wo sie am dringendsten gebraucht wird - beispielsweise bei der Flüchtlingskrise an Europas Grenzen oder nach den jüngsten Erdbeben in Italien. Durch ihr Engagement sammeln sie nicht nur wertvolle Kompetenzen und Arbeitserfahrung in einem anderen europäischen Land. Es entstehen auch Freundschaften, Neugier und neue Verbindungen. Das ist der Grundgedanke des Europäischen Solidaritätskorps.

Das Solidaritätskorps baut auf die Partnerschaft mit Hilfsorganisationen, lokale Behörden und Unternehmen. Dort werden die Helfer angeleitet und eingesetzt. Dabei wird es zwei Einsatzmöglichkeiten geben: Freiwillige erhalten eine Art Stipendium für Lebensunterhalt, Reisekosten und Versicherungsschutz. Andere Teilnehmer werden in ein Praktikum oder einen Job vermittelt, für die es eine Bezahlung geben soll. 

Interessierte können sich auf einer Internetseite anmelden. Die Anmeldung ist aber noch keine Garantie dafür, dass man wirklich für ein Projekt eingesetzt wird. Der Einsatz hängt davon ab, was zu tun ist und ob die Interessen der Bewerber den Einsätzen entsprechen. Die ersten Projekte können voraussichtlich im 1. Halbjahr 2017 starten. 

Am 7. Dezember 2016 hat die Europäische Kommission den Startschuss für das Europäische Solidaritätskorps gegeben:

  • Ein neues Webportal wurde freigeschaltet, auf dem sich interessierte junge Europäer anmelden können: europa.eu/solidarity-corps
  • Es wurde ein factsheet zum Europäischen Solidaritätskorps veröffentlicht. 
  • Ein Video zeigt, wie man sich online registriert.
  • Weiteres Videomaterial findet sich hier 

Factsheet Europäisches Solidaritätskorps