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ERASMUS zeigt Wirkung: Teilnehmer sind weniger von Arbeitslosigkeit bedroht

Die Studie, an der 80.000 Studierende und Unternehmen aus 34 europäischen Ländern teilgenommen haben, zeigt, wie sich ein Stipendium des EU-Austauschprogramms Erasmus auf die Karriereaussichten und den Lebensweg der Stipendiaten auswirkt. Sie belege, wenn man zum Studieren oder für ein Praktikum ins Ausland geht, erhöhe man damit sehr wahrscheinlich seine Beschäftigungschancen. Die Wahrscheinlichkeit, über längere Zeit arbeitslos zu werden, ist bei ehemaligen Erasmusstudierenden nur halb so groß. Fünf Jahre nach ihrem Studium ist die Arbeitslosenquote um 23 Prozent niedriger als bei Studierenden ohne Auslandserfahrung. Fast jeder zehnte Erasmusstudierende hat nach einem Auslandspraktikum den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. 

Erasmusstudenten erlangen zudem bei ihrem Auslandsaufenthalt Kompetenzen, auf die die Arbeitgeber großen Wert legen: 64 Prozent der Arbeitgeber suchen Bewerber mit internationaler Erfahrung und 92 Prozent legen Wert auf Querschnittskompetenzen wie beispielsweise Offenheit, Entscheidungsfähigkeit und Toleranz.

"Mit den Stipendien im Rahmen des neuen Programms Erasmus+ werden zwischen 2014 und 2020 bis zu vier Millionen Menschen die Möglichkeit erhalten, Auslandserfahrung zu sammeln – sei es während des Studiums, der Ausbildung oder für Lehr- oder Freiwilligentätigkeiten", erklärte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou.

Deutschland war im Studienjahr 2012/13 mit rund 39.000 Studenten das drittgrößte Entsendeland für Erasmusstudenten in der Europäischen Union. Beliebteste Zielländer der Deutschen bleiben Spanien, Frankreich und Großbritannien. Es kommen auch viele Erasmusstudenten aus dem Ausland nach Deutschland, um hier ein oder zwei Semester zu absolvieren. So war Deutschland mit einem europäischen Anteil von 11 % sogar das zweitbeliebteste Studienland in der EU nach Spanien. Von 2011/12 zu 2012/13 stieg die Anzahl der ausländischen Erasmusstudenten in Deutschland von 27.872 auf 30.368. 

Weitere Erläuterungen und Ergebnisse zur Studie finden Sie in diesem Memo.

Informationen zum Bildungsprogramm ERASMUS+ werden auf der Webseite der Nationalen Agentur vorgestellt. 

Informationen zu TTIP

Die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) soll Zölle abschaffen und Hürden des Handels über den Ozean hinweg senken. Für die Europäischen Union verhaldelt die EU Kommission im Auftrag der 28 Mitgliedstaaten. Die Verhandlungspunkte wurden im Vorfeld der Verhandlungen von den nationalen Regierungen ausgearbeitet. Verhandelt wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Bürger können über verschiedene Kanäle an der TTIP-Diskussion teilnehmen.

Die EU und ihre Handelspartner:

Liste der Länder mit denen die EU Handelsabkommen unterzeichnet hat

Weltkarte mit Infos zu Handelsabkommen der EU