Aktuelle Informationen

Hier finden Sie aktuelle Informationen aus Europa.

Europäischer Schultag in Deutschland: Bundeskanzlerin Merkel besucht Sekundarschule in Berlin

Am Dienstag, 12. Mai, steht bundesweit in zahlreichen Schulen Europa auf dem Stundenplan.

Anlässlich des neunten EU-Projekttages diskutieren Mitglieder der Bundesregierung, des Europäischen Parlaments, des Deutschen Bundestags und der Landesregierungen sowie Vertreter der EU-Kommission mit Schülerinnen und Schülern über europäische Themen. Damit soll das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Europäischen Union gefördert und ihr Verständnis europapolitischer Vorgänge gestärkt werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht am 12. Mai in Berlin die Röntgen-Schule, eine Sekundarschule in Berlin/Alt-Treptow. Dort wird sie mit Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen über aktuelle europapolitische Fragen und die Chancen von jungen Menschen in Europa sprechen.

Richard Kühnel, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, wird am 13. Mai das Oberstufenzentrum für Sozialwesen, die Jane-Addams-Schule in Berlin-Friedrichshain, besuchen. Dort diskutiert er vormittags mit rund  180 Schülerinnen und Schülern der Abiturstufe über aktuelle Themen wie Griechenland und die Ukraine. 

Der EU-Projekttag geht auf eine Initiative der Bundeskanzlerin zurück. Er fand erstmals zu Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 statt und ist offen für alle Schultypen und Klassenstufen.

Weitere Informationen und eine Übersicht über die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am EU-Projekttag an Schulen finden Sie hier.

Erdbeben in Nepal: EU-Kommission stockt Finanzhilfen auf

Nach dem Erdbeben hat die EU-Kommission der nepalesischen Regierung weitere Finanzhilfen in Höhe von 16,6 Mio. Euro sowie 3 Mio. Euro für humanitäre Hilfe zugesichert. Der für Humanitäre Hilfe und Krisenreaktion zuständige Kommissar Christos Stylianides hatte vergangene Woche gemeinsam mit der UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos die betroffene Region besucht. Die EU-Gelder werden für sauberes Trinkwasser, Medikamente, Notunterkünfte und Telekommunikation bereitgestellt. "Diese Unterstützungsleistung ist Ausdruck unserer Solidarität mit Nepal. Sie ist für die nepalesische Regierung essentiell, damit die Hilfsmaßnahmen weiterhin bestehen können und der Wiederaufbau nach dem verheerenden Erdbeben beginnen kann", sagte  Neven Mimica, EU-Kommissar für Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung.

Nach der Rückkehr aus dem Erdbebengebiet erklärte Christos Stylianides: "Ich habe das Ausmaß der Zerstörung miterlebt. Ich habe gesehen, wie viel Hilfeleistungen in Nepal benötigt wird, damit sich die Bevölkerung von dem verheerenden Erdbeben erholen kann. Durch die aufgestockten EU-Gelder kann neben den Rettungsmaßnahmen auch der Wiederaufbau in Nepal in die Wege geleitet werden."

Die EU hatte unmittelbar nach der Katastrophe eine Soforthilfe von 3 Mio. Euro bereitgestellt. Darüber hinaus koordinierte sie über ihre Katastrophenschutzeinrichtung den Einsatz von Rettungsteams aus 15 Mitgliedstaaten, unter anderem auch aus Deutschland, sowie Norwegen. Die EU-Finanzhilfe in Höhe von 16,6 Mio. Euro wird aus dem Europäischen Entwicklungsprogramm für Nepal zur Verfügung stehen. Bis 2020 hatte die EU-Kommission in Nepal insgesamt 360 Mio. Euro für Bildung, nachhaltige Entwicklung in ländlichen Gebieten sowie Friedens- und Demokratieprozesse bereitgestellt.

Europäische Jugendwoche 2015: Zeichen setzen mit Erasmus+

Die Europäische Jugendwoche startet am Montag, den 27. April, und findet bis zum 10. Mai in 33 Ländern Europas statt.

Ein Jahr nach Start des EU-Programms Erasmus+  will die Jugendwoche zeigen, welche Begegnungs- und Beteiligungsmöglichkeiten das Förderprogramm jungen Menschen bietet. Richard Kühnel, der Vertreter der Europäischen Kommission in Deutschland, sagte zum Auftakt der Europäischen Jugendwoche: "Das Erasmus-Programm ist zum Synonym geworden für die Freiheiten und die Möglichkeiten, die Europa der Jugend bietet. Ich war selbst einer der ersten Erasmus-Studenten 1992 und bin geprägt von den Eindrücken einer gemeinsamen europäischen Jugend. Erasmus hat sich aber weiterentwickelt und bietet heute mehr Menschen denn je diese Chancen."

„Zugang junger Menschen zum Arbeitsmarkt und Beteiligung an der Gesellschaft“ ist dieses Jahr das Motto der Jugendwoche, die vollgepackt ist mit Angeboten, die junge Menschen unterstützen und Austauschmöglichkeiten schaffen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Eurostat: Weniger Schulabbrecher, mehr Hochschulabsolventen

Weniger junge Menschen in Europa brechen die Schule ab und immer mehr beenden ihre Ausbildung mit einem Hochschulzeugnis. Die neuesten Bildungszahlen, die die  Europäische Statistikbehörde Eurostat am 20. April vorgestellt hat, zeigt, dass die EU auf dem guten Weg ist, seine sich bis 2020 gesetzten Ziele zu schaffen.

In fünf Jahren soll die Zahl der Schulabbrecher auf 10 Prozent in der ganzen EU gedrückt werden. 15 EU-Staaten haben dieses Ziel schon erreicht, darunter Deutschland. Portugal gelang es, von 2006 bis 2014 den Anteil der Schulabbrecher auf 17,8 Prozent zu halbieren. Schlusslicht in Europa ist Spanien. Dort bricht fast jeder vierte Schüler die Schule ab.

Dem Ziel, die Zahl der Hochschulabsolventen auf 40 Prozent bis 2020 zu steigern, haben sich die EU-Mitgliedstaaten ebenfalls angenähert. 2014 hatten fast 38 Prozent der 30 bis 34jährigen einen so genannten tertiären Bildungsabschluss. Den höchsten Anteil verzeichnete Litauen, wo mehr als jeder zweite einen Hochschulabschluss besitzt. Italien hat mit rund 25 Prozent die niedrigste Quote. Auch Deutschland hinkt noch hinter dem EU-Ziel her mit einem Anteil von etwas mehr als 30 Prozent. Der nationale Zielwert in Deutschland schließt dabei die postsekundäre, nicht-tertiäre Bildung (Stufe 4 der Internationalen Standardklassifikation für das Bildungswesen 1997) ein.

Die vollständige Pressemitteilung und alle Zahlen finden Sie hier.

Auch für Haustiere gilt: Nur mit Pass über die Grenze

Wollen  Frauchen oder Herrchen mit dem vierbeinigen Freund innerhalb der europäischen Union verreisen, so müssen sie einen EU-Heimtierpass vorlegen und eine gültige Tollwutschutzimpfung nachweisen können. Voraussetzung ist auch die Kennzeichnung der Tiere durch einen Mikrochip. Eine Kennzeichnung mittels Tätowierung wird seit Ablauf der Übergangszeit am 3. Juli 2011 nicht mehr anerkannt, es sei denn diese wurde schon vor dem 3. Juli 2011 vorgenommen und ist eindeutig lesbar. Den EU-Heimtierpass darf nur ein hierzu ermächtigter, niedergelassener Tierarzt ausstellen.

Wichtig auch: Es gibt keine Ausnahmen mehr von der Tollwutimpfpflicht für junge Heimtiere in die Bundesrepublik. Für Welpen gelten jetzt die gleichen Bedingungen wie für erwachsene Tiere. Gegen Tollwut können Welpen frühestens ab einem Alter von 3 Monaten geimpft werden. Diese erste Impfung muss mindestens 21 Tage vor dem Grenzübertritt durchgeführt werden, das bedeutet ein Welpe kann frühestens mit 15 Wochen in die Bundesrepublik eingeführt werden.
Für die Einreise nach Finnland, Großbritannien, Irland, Nordirland, Malta und Norwegen ist eine Behandlung gegen Bandwürmer zwingend vorgeschrieben. Die Behandlung ist frühestens 120 Stunden und spätestens 24 Stunden vor dem Zeitpunkt der geplanten Einreise von einem Tierarzt vorzunehmen, der die Behandlung im Heimtierausweis bescheinigt.

Bei Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist zu unterscheiden zwischen gelisteten Drittländern, deren Tollwutstatus dem der EU entspricht (zum Beispiel Schweiz, Lichtenstein, Norwegen, Monaco, Gibraltar), gelisteten Drittländern, deren Tollwutstatus mit dem der EU vergleichbar ist (zum Beispiel Bosnien, Herzegowina, Kanada, Russische Föderation, USA) und nicht gelisteten Drittländern, deren Tollwutstatus unbekannt oder bedenklich ist (zum Beispiel Türkei, Serbien, Marokko, Tunesien, Ägypten, Thailand). Sind Urlaubsreisen in Drittländer geplant, wird empfohlen, sich rechtzeitig über die Einreisebedingungen bei der zuständigen Botschaft oder auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu informieren.

Weitere Informationen zum Reisen mit Hunden und Katzen finden Sie hier.

Hintergrund:
Die neue Heimtierverordnung (EG) Nr. 576/2013 gilt seit 29. Dezember 2014 und regelt das Verbringen zwischen EU-Mitgliedstaaten und die Einreise aus Nicht-EU-Ländern (sogenannte Drittländer) unter anderem für Hunde, Katzen und Frettchen. Ziel dieser Regelungen ist der Schutz vor der Einschleppung und Verbreitung der Tollwut. Pro Person dürfen nicht mehr als 5 Heimtiere mitgeführt werden. Die Tiere dürfen nicht dazu bestimmt sein, den Besitzer zu wechseln.