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Saarbrücker Stadtwald wird bereits ab 12. März wegen Übersäuerung gekalkt – Zugang zum Forst eingeschränkt

Der Saarbrücker Stadtwald wird bereits ab Freitag, 12. März, per Hubschrauber gekalkt.

Ursprünglich waren die Arbeiten ab Montag, 15. März, geplant. Aufgrund freier Kapazitäten des Flugunternehmens kann bereits am Freitag mit den Arbeiten begonnen werden.

Der Zugang zum Forst ist dann nur noch eingeschränkt möglich. Die Hubschrauber werden werktags von 7.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit sowie samstags von 7.30 bis 14 Uhr zum Einsatz kommen. Die Kalkung wird voraussichtlich – je nach Witterungsbedingungen – bis Ostern abgeschlossen sein. In diesem Zeitrum muss der Stadtwald tage- und abschnittsweise gesperrt werden. Von der Kalkung ist etwa die Hälfte der Stadtwaldfläche betroffen (rund 800 Hektar). Die Stadt informiert zudem tagesaktuell, welche Bereiche gekalkt werden.
 
Von dem eingesetzten Kalk (Dolomitkalk mit Magnesium) gehen keine unmittelbaren gesundheitlichen Gefahren aus. Waldbesucher, die Absperrungen nicht beachten, riskieren aber, dass ihre Kleider verschmutzt werden. Zudem kann der herab fallende Kalk unter Umständen Spaziergänger verletzen, zum Beispiel wenn er Klumpen bildet.

Vorgesehen ist, zuerst das Waldgebiet in Alt-Saarbrücken von der Saarmesse bis Gersweiler zu kalken. Im Anschluss soll das Revier St. Johann vom Eschberg bis zur Universität sowie der Wald vom Wildpark bis Jägersfreude beflogen werden. Es folgt das Revier Brebach-Fechingen mit Bischmisheim, Bübingen, Fechingen und Schafbrücke.

Die Kalkung des Waldes ist aufgrund einer Übersäuerung des Bodens notwendig. Das städtische Amt für Grünanlagen, Forsten und Landwirtschaft hatte das Zentrum für Umweltforschung – Physikalische Geografie – der Universität des Saarland im vergangenen Jahr beauftragt, Bodenuntersuchungen im Stadtwald vorzunehmen, um dem Verdacht der Übersäuerung nachzugehen. Die Messergebnisse wiesen zum Großteil alarmierende Säurewerte auf. Ein Anstieg der Übersäuerung des Bodens ist bundesweit seit Jahren zu beobachten. Ursachen sind Umwelteinflüsse (z. B. Luftverschmutzung). Die Kalkung soll das Fortschreiten der Übersäuerung verhindern. Ein übermäßig saurer Waldboden gefährdet nicht nur die Wurzeln der Bäume, sondern auch die Qualität des Trinkwassers.

Der städtische Ausschuss für Bau, Verkehr und Freiraum hat in seiner Sitzung am 3. März der Kalkung einstimmig zugestimmt. Die Kosten belaufen sich auf 130 000 Euro. Das saarländische Umweltministerium bezuschusst die Maßnahme und trägt 80 Prozent der Kosten (104 000 Euro). Die Stadt zahlt 26 000 Euro.

Für Fragen stehen Mitarbeiter der städtischen Forstabteilung zur Verfügung:
Michael Wagner: Tel. (0681) 38993-13, mobil: 0162 255 8743
Ralf Blechschmidt: Tel. (0681) 38993-16, mobil: 0162 255 8742
Bernd Spaniol: Tel. (0681) 38993-10, mobil: 0162 255 8746

10.03.2010

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