Slevogt und Frankreich

Max Slevogt Blühende Bäume in Neukastel, 1898 (Foto: Stiftung Saarländischer Kulturbesitz)

Max Slevogt, Blühende Bäume in Neukastel, 1898

Am 8. Oktober 2018 wird sich der Geburtstag des großen deutschen Impressionisten Max Slevogt zum 150. Mal jähren. Das Saarlandmuseum nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, mit einer umfassenden Werkschau einen neuen Blick auf sein facettenreiches Schaffen zu richten. Ausgehend vom reichen Eigenbestand und ergänzt durch internationale Leihgaben, nimmt die Ausstellung erstmals Slevogts lebenslange Auseinandersetzung mit der künstlerischen Tradition Frankreichs in den Blick.

Meisterwerke der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts – insbesondere des Impressionismus – werden in Dialog treten mit Hauptwerken des in Berlin, wie in der Pfalz wirkenden deutschen Künstlers. Mit rund 180 Exponaten, darunter Werke von Delacroix, Manet, Renoir und Cézanne, lädt die Ausstellung dazu ein, ein zentrales Thema der Kunst um 1900 ganz neu zu entdecken.

Erstmals macht eine Ausstellung Slevogts lebenslange Auseinandersetzung mit der künstlerischen Tradition Frankreichs erfahrbar, insbesondere seinen Dialog mit den großen Impressionisten. Insgesamt werden 190 Werke – Gemälde sowohl als auch Grafiken – gezeigt. Der Saarbrücker Bestand bildet den Kern und das Herzstück der Präsentation und wird ergänzt durch Leihgaben von zahlreichen namhaften Museen und Privatsammlungen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz.

Betrachtete Gattungen

Das Thema „Slevogt und Frankreich“ wird nach Gattungen aufgefächert: Der zeitlebens mit unversiegbarer Faszination erkundeten Landschaft mit dem so reichen Spektrum an Natur-, Wald- und Gartensujets kommt eine besonders prominente Position zu. Nicht weniger eindrucksvoll offenbart Slevogts Bildnis-Auffassung die intensive Auseinandersetzung mit den Leitfiguren der französischen Moderne, namentlich mit Courbet und Manet. Im Stillleben reflektiert der Künstler darüber hinaus die Bilderfindungen auch der jüngsten französischen Avantgarden, die ihm in den progressiven Berliner Galerien regelmäßig vor Augen standen. Als „Peintres de la vie moderne“ inspirierten Manet, Monet oder Pissarro auch Slevogts Darstellungen des zeitgenössischen Alltagslebens. Besonderes Gewicht kommt schließlich auch den Themenfeldern Bühne-Literatur-Mythologie zu, an denen Slevogts unerschöpfliche Phantasie sich wieder und wieder entzündete. Hier sind als impulsgebende Künstlerpersönlichkeiten insbesondere Delacroix und Daumier hervorzuheben.

Veranstaltungsdetails

Art:
Ausstellung
Datum:
01.09.2018 bis 13.01.2019
Ort:
Saarlandmuseum - Moderne Galerie
Bismarckstraße 11-15
66111 Saarbrücken
Telefon:
+49 681 9964234

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