Solarkataster für Landeshauptstadt
Mit der Freischaltung der Daten für Saarbrücken am 10. Oktober 2011 ist das Kataster des Regionalverbandes komplett. Das Kataster für das Saarbrücker Stadtgebiet ist ab sofort im Internet unter www.regionalverband-saarbruecken.de abrufbar. Dort können sich Interessierte informieren, wie effizient Flächen in Saarbrücken für die Gewinnung von Solarstrom nutzbar sind.
Hauptziel des Projektes ist es, Bürgerinnen und Bürger an die zentrale Frage heranzuführen: Ist mein Dach überhaupt für Photovoltaik geeignet? Kann diese Frage durch den Blick ins Solarkataster bejaht werden, schließen sich weitere Fragen an. Das Alter des Daches etwa ist ebenfalls relevant, um die individuelle Investitionsentscheidung vorzubereiten.
Zudem zeigt das Kataster auch „Großdachflächen“ an, die Interesse bei Anlegern und Investoren von Mietprojekten zur Photovoltaik finden.
Rund 26.000 Saarbrücker Gebäude geeignet
Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und der städtische Umweltdezernent Kajo Breuer sehen die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien als Notwendigkeit, um aus der Atomenergie aussteigen zu können und gleichzeitig auch den klimaschädlichen Kohlendioxidausstoß zu verringern.
Das Solarkataster zeigt, dass rund 40 Prozent der 65.000 Gebäude in Saarbrücken für die Solarstromnutzung gut, sehr gut oder bedingt geeignet sind.
„Wenn wir diese Potenziale nutzen, kann die Stadt Saarbrücken ihren Kohlendioxidausstoß um 145.000 Tonnen reduzieren. Das entspricht einem Anteil von fast 9 Prozent des Gesamtausstoßes der Stadt und ist ein wesentlicher Beitrag zur Erreichung unserer Klimaschutzziele“, sagte Breuer.
Die Solarstromerzeugung mittels Photovoltaik hat in Saarbrücken das größte Potenzial unter den erneuerbaren Energien. Dies hat eine Untersuchung von Regionalverband und ARGESOLAR ergeben. Laut dieser können 284 Megawatt (MW) Solarstromleistung auf geeigneten Dächern in Saarbrücken installiert werden.
Mit dieser Anlagenleistung kann rund ein Viertel des gesamten Saarbrücker Stromverbrauchs gedeckt werden. Nur bezogen auf den Verbrauch der Haushalte sind es sogar rund 90 Prozent.
Auch wirtschaftliche Vorteile möglich
Neben dem ökologischen Nutzen seien auch wirtschaftliche Vorteile möglich. Geht man von rund zwei Millionen Euro Investitionen pro MW aus, würden 284 MW ein Volumen von über 568 Millionen Euro auslösen. Gillo und Breuer sehen darin ein gewaltiges Konjunkturprogramm, das viele neue Arbeitsplätze schaffen könnte.
Bürgerinnen und Bürger können sich weitere Informationen zu der Solarstromtauglichkeit ihres Hauses bei der ARGE SOLAR einholen. Die Beratung im Rahmen der saarländischen Energiesparkampagne "Clever saniert!" ist kostenfrei.
„Der Service des Regionalverbandes für seine Kommunen zeigt, dass rasch und pragmatisch Ergebnisse vorgelegt wurden, die dem Bürger wirklich weiterhelfen“, kommentiert Geschäftsführer Ralph Schmidt von der ARGE SOLAR die Internetseite. Die Internetpräsentation wurde von der Saarbrücker Softwarefirma RPC realisiert.




