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Berufsbild "Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau"

Die Arbeitsbereiche sind so vielfältig wie die Ausbildungen: ob Hauptschüler/in, Geselle/in, Abiturient/in oder Akademiker/in: multifunktional ausgebildete und einsatzbare Menschen bilden den Schlüssel zu einer erfolgreichen Gefahrenabwehr.

Warum zur Berufsfeuerwehr?

Eine interessante Herausforderung, eine solide Ausbildung und ein abwechslungsreicher, nicht alltäglicher Beruf wartet auf Feuerwehrfrauen und -männer. Genauso vielfältig wie die Aufgaben einer Berufsfeuerwehr sind, genauso unterschiedlich sind die Eingangsvoraussetzungen.

Je nach Laufbahn und späterer Verwendung müssen spezielle Voraussetzungen erfüllt sein. Die Grundvoraussetzungen sind jedoch immer gleich:

  • technisches Interesse
  • gute handwerkliche Fertigkeiten
  • sehr gute physische Konditionen (sportlich und gesundheitlich absolut fit)
  • sehr gute psychische Belastbarkeit
  • Teamfähigkeit

Mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst

Taucher beim Einsatz

Die Beamten/innen des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes stellen einen Großteil der Mannschaft der Berufsfeuerwehr. Vornehmlich im Einsatzdienst -Rettung von Menschen und Tieren, Brandbekämpfung, Umweltschutz, Leitstelle, Rettungsdienst - tätig, kommen auf die Beamten/innen in der einsatzfreien Zeit vielfältige Aufgaben zu. Neben der ständigen Aus- und Fortbildung und Einsatzübungen ist durch die Kollegen/innen Aufgaben der Werkstattdienst zu bewältigen.

Einstellungsvoraussetzungen

Die Grundlage für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst bildet der erfolgreiche Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene handwerkliche Ausbildung oder eine für den Feuerwehrdienst förderliche abgeschlossene Berufsausbildung.

Weiterhin erforderlich ist das Bestehen eines Einstellungstestes (sportlicher und handwerklicher Teil) und eines Auswahlgespräches, ein amtsärztliches Zeugnis, die Erfüllung weiterer gesetzlichen Bestimmungen aus dem saarländischen Beamtengesetz.

Ausbildung

Die Ausbildung der Brandmeisteranwärterinnen und Brandmeisteranwärter ist in der "Verordnung über die Ausbildung und Prüfung der Beamtinnen und Beamten des mittleren und gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes" (APO Feuerwehr) geregelt:

  • Abschnitt I - Feuerwehrgrundausbildung (5 Monate)
  • Abschnitt II - Praktikum I, Funktions- und Sonderausbildung (7 Monate)
  • Abschnitt III - Ausbildung zur/zum Rettungssanitäterin/Rettungssanitäter (3 Monate)
  • Abschnitt IV - Praktikum II, Einsatzdienst (7 Monate)
  • Abschnitt V - Brandmeister/-innenlehrgang und Laufbahnprüfung (2 Monate)

Daneben werden noch der Führerschein Klasse C sowie das Deutsche Sport- und Rettungsschwimmabzeichen in Bronze erworben und weitere Sonderausbildungen durchgeführt.

 

 

Gehobener feuerwehrtechnischer Dienst

Ausbildung

Die Beamten/innen des gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes sind Einsatzleiter/innen bei Einsätzen.

Neben der Tätigkeit im Einsatzdienst sind sie als Sachgebiets- oder Abteilungsleiter bei einem der Fachabteilungen der Feuerwehr im Tagesdienst tätig.

Einstellungsvoraussetzungen

Die Grundlage für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst bildet der erfolgreiche Abschluss einer staatlich anerkannten Hochschule/Fachhochschule in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich mit einer Regelstudiendauer von drei Jahren (Dipl.-Ing. (FH), Bachelor).

Weiterhin erforderlich ist das Bestehen eines Einstellungstestes (sportlicher und handwerklicher Teil) und eines Auswahlgespräches, ein amtsärztliches Zeugnis, die Erfüllung weiterer gesetzlichen Bestimmungen aus dem saarländischen Beamtengesetz.

Ausbildung

Die Ausbildung der Brandoberinspektoranwärter und -anwärterinnen ist in der "Verordnung über die Ausbildung und Prüfung der Beamtinnen und Beamten des mittleren und gehobenen feuerwehrtechnischen Dienstes" (APO Feuerwehr) geregelt:

  • Feuerwehrgrundausbildung (6 Monate)
  • Praktikum (3,5 Monate)
  • Führungsausbildung an einer Landesfeuerschule (2,5 Monate)
  • Praktikum (3,5 Monate)
  • Brandoberinspektor/-innenlehrgang - Teil I - (2,5 Monate)
  • Praktikum (4 Monate)
  • Brandoberinspektor/-innenlehrgang - Teil II - (2 Monate)

In den Einzelnen Ausbildungabschnitten sind daneben noch Abschnittsarbeiten zu fertigen,  der Führerschein Klasse C sowie das Deutsche Sport- und Rettungsschwimmabzeichen in Bronze zu erwerben und weitere Sonderausbildungen durchzuführen.

Höherer feuerwehrtechnischer Dienst

Als Gesamteinsatzleiter/innen sind Beamte des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes gefragt. Sie übernehmen Verantwortung für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr der Landeshauptstadt Saarbrücken bis hin zu komplexen Großschadenslagen.

Neben der Tätigkeit im Einsatzdienst sind sie als Abteilungsleiter bei  der Feuerwehr im Tagesdienst tätig oder übernehmen Verantwortung in der Amtsleitung.

Einstellungsvoraussetzungen

Die Grundlage für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst bildet der erfolgreiche Abschluss wissenschaftlichen Hochschule in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich (Dipl.-Ing., Master).

Weiterhin erforderlich ist das Bestehen eines Auswahlgespräches vor dem Annahmeausschuss des Deutschen Städtetages und der einstellenden Feuerwehr, ein amtsärztliches Zeugnis und die Erfüllung weiterer gesetzlichen Bestimmungen aus dem saarländischen Beamtengesetz.

Ausbildung

Die Ausbildung der Brandreferendare richtet sich nach der nordrhein-westfälischen Verordnung
über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes. Der Vorbereitungsdienst dauert zwei Jahre und beinhaltet Ausbildungsabschnitte bei in- und ausländischen Feuerwehren, an Feuerwehrschulen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Berlin.

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