Kulturmittler, Sprachmittler und Brückenbauer

In Saarbrücken gibt es verschiedene Arten von Mittlerinnen und Mittlern für die interkulturelle Arbeit.

Sprachmittlerinnen und Sprachmittler

Ein Gruppenbild der Sprachmittlerinnen und Sprachmittler aus 2006

Sprachmittlerinnen und Sprachmittler mit Zertifikaten

Im Rahmen der Saarbrücker Initiative Migration und Arbeitswelt (SIMA) haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und das Dolmetscherinstitut an der Universität des Saarlandes zusammen mit der FITT GmbH den bundesweit anerkannten IHK-Zertifikatslehrgang "Sprachmittler/in (IHK)" entwickelt.

Dieser Lehrgang umfasst 200 Stunden und vermittelt sowohl Dolmetschertechniken und Kommunikationstraining als auch breit gefächertes Wissen über Behörden und Institutionen. Der erste Lehrgang fand 2006 statt. Im November 2013 startete der zweite Lehrgang unter Federführung des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

Institutionen, die Sprachmittlerinnen und Sprachmittler - gegen Honorar - einsetzen möchten, finden die Adressliste im Downloadbereich (rechte Spalte). 

Kulturmittlerinnen und Kulturmittler

Ein Workshop der Kulturmittlerinnen und Kulturmittler

Ein Workshop der Kulturmittlerinnen und Kulturmittler

Im Rahmen des Projektes "ibis" wurden vom Zuwanderungs- und Integrationsbüro 15 Personen als Kulturmittlerinnen und Kulturmittler geschult. Die Mittler kommen aus der Türkei, Russland, der Ukraine, aus Marokko, Polen, Griechenland, Zypern sowie Liberia und verfügen zusätzlich zu ihrer Muttersprache über sehr gute Deutschkenntnisse.

Während der Schulung haben sie methodische Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, Kenntnisse über unterschiedliche Umgangsformen, Kulturstandards und Kommunikationsregeln, Institutionenwissen, persönliche Kompetenzen im Bereich der Mediation, der Deeskalation sowie berufsethisches Wissen erworben.

Sie können zum Beispiel von Behörden zur Kontaktaufnahme mit Migranten eingesetzt werden, um diese in Projekte, Elternarbeit und Beteiligungsverfahren einzubeziehen.

Der Einsatz der Kulturmittlerinnen und Kulturmittler soll honoriert werden, da sie ihre Zeit und ihr Engagement in die Stärkung ihrer Kompetenzen investiert haben. Das kann über einmalige Honorare im Einzelfall, aber auch über Honorar- oder Werkverträge bei längerfristigem Einsatz geschehen.

Interessierte finden im rechten Downloadbereich eine Adressliste der Kulturmittler.

Weitere Informationen gibt es zudem über das Zuwanderungs- und Integrationsbüro, Martin Becker, Tel. +49 681 905-1579.

Brückenbauerinnen und Brückenbauer

Interkulturelle Brückenbauerinnen und Brückenbauer haben sich zur Aufgabe gemachten, Verbindungen zwischen Einwanderern, Einheimischen und gesellschaftlichen und kulturellen Institutionen zu schaffen. Ihre Basis sind die Vereine, in denen sie tätig sind. Sie sind ein Team von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die gemeinsam interkulturell arbeiten und verschiedene Kulturen und Nationen zusammenbringen wollen.

Ihre Arbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Neugier auf das Andere. Sie beleuchten zum Beispiel die Struktur verschiedener Vereine, Einrichtungen, informieren über die Angebote oder stellen Kontakte mit den Vereinen her.

Jeder kann ihre Dienste in Anspruch nehmen: Einzelne Personen, Vereine oder Institutionen.

Beteiligte Vereine sind das Kultur- und Bildungszentrum Kalinka, das Islamische Kulturzentrum, Elfe e.V., die Kurdische Gemeinde Saar, Freunde e.V. und Miteinander leben e.V. in Merzig. Unterstützt wird das Projekt von der Arbeit und Kultur Saarland gGmbH.

Initialisiert wurde es im Jahr 2007 vom Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken und der Saarländischen Initiative Migration und Arbeitswelt (SIMA), welche das Projekt auch weiterhin aktiv unterstützt. Die Umsetzung des Projektes "Interkulturelle Brückenbauer/innen" erfolgte im Rahmen des Bundesprogramms Bürgerarbeit.