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Kulturmittler, Sprachmittler und Brückenbauer

In Saarbrücken gibt verschiedene Arten von Mittler_innen für die interkulturelle Arbeit.

Sprachmittlerinnen und Sprachmittler

Sprachmittlerinnen und Sprachmittler
 

Im Rahmen der Saarbrücker Initiative Migration und Arbeitswelt (SIMA) haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und das Dolmetscherinstitut an der Universität des Saarlandes in Kooperation mit der FITT GmbH den bundesweit anerkannten IHK-Zertifikatslehrgang "Sprachmittler/in (IHK)" entwickelt.

Dieser Lehrgang umfasst 200 Stunden und vermittelt sowohl Dolmetschertechniken und Kommunikationstraining, als auch breit gefächertes Wissen über Behörden und Institutionen.

In den klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Kanada oder Australien wird an Konzepten des Community Interpreting - dem Dolmetschen im Migrationskontext - gearbeitet. Professionelles Dolmetschen in der institutionellen Kommunikation ist mehr als notwendig.

Damit sich das "Community Interpreting" auch in Deutschland etabliert, müssen Dolmetscher in Sprachen, für die es bislang keine Ausbildung gab, qualifiziert werden. Zudem müssen die Institutionen  bereit sein, diese professionelle Dienstleistung zu bezahlen. Die Qualifizierung ist mit der Entwicklung des "Sprachmittler/in"-Lehrgangs in Saarbrücken geschaffen.

Interessierte finden die Sprachmittler in der Adressliste im rechten Downloadbereich.
Weitere Informationen gibt es beim Zuwanderungs- und Integrationsbüro, Martin Becker, Tel. +49(0)681 905-1579.

Kulturmittlerinnen und Kulturmittler

Kulturmittler

Im Rahmen des Projektes "ibis" wurden vom ZIB 15 Personen als Kulturmittlerinnen und Kulturmittler geschult.

Die Mittler kommen aus der Türkei, Russland, der Ukraine, aus Marokko, Polen, Griechenland, Zypern sowie Liberia und verfügen zusätzlich zu ihrer Muttersprache über sehr gute Deutschkenntnisse.

Während der Schulung haben die Kulturmittlerinnen und Kulturmittler methodische Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, Kenntnisse über unterschiedliche Umgangsformen, Kulturstandards und Kommunikationsregeln, Institutionenwissen, persönliche Kompetenzen im Bereich der Mediation, der Deeskalation sowie berufsethisches Wissen, erworben.

Kulturmittlerkönnen zum Beispiel von Behörden zur Kontaktaufnahme mit Migrant eingesetzt werden, um diese in Projekte, Elternarbeit und Beteiligungsverfahren einzubeziehen.

Der Einsatz der Kulturmittlerinnen und Kulturmittler soll honoriert werden, da sie ihre Zeit und ihr Engagement in die Stärkung ihrer Kompetenzen investiert haben. Das kann über einmalige Honorare im Einzelfall, aber auch über Honorar- oder Werkverträge bei längerfristigem Einsatz geschehen.

Interessierte finden im rechten Downloadbereich eine Adressliste der Kulturmittler.

Weitere Informationen gibt es zudem über das Zuwanderungs- und Integrationsbüro, Martin Becker, Tel. +49(0)681 905-1579.

Brückenbauerinnen und Brückenbauer

Alte Brücke in Saarbrücken

Interkulturelle Brückenbauerinnen und Brückenbauer haben sich zur Aufgabe gemachten, Verbindungen zwischen Einwanderern, Einheimischen und gesellschaftlichen und kulturellen Institutionen zu schaffen.

Ihre Basis sind die Vereine, in denen sie tätig sind. Die Brückenbauer sind ein Team von Menschen unterschiedlicher Herkunft, die gemeinsam interkulturell arbeiten und verschiedene Kulturen und Nationen zusammenbringen wollen.

Ihre Arbeit ist geprägt von gegenseitigem Respekt und Neugier auf das Andere. Die Brückenbauer beleuchten zum Beispiel die Struktur verschiedener Vereine, Einrichtungen, informieren über die Angebote oder stellen Kontakte mit den Vereinen her.

Jeder kann ihre Dienste in Anspruch nehmen: Einzelne Personen, Vereine oder Institutionen.

Das Projekt "Interkulturelle Brückenbauer/innen" wird aktuell im Rahmen des Bundesprogramms Bürgerarbeit umgesetzt.

Beteiligte Vereine sind das Kultur- und Bildungszentrum Kalinka, das Islamische Kulturzentrum, Elfe e.V., die Kurdische Gemeinde Saar, Freunde e.V. und Miteinander leben e.V. in Merzig. Unterstützt wird das Projekt von der Arbeit und Kultur Saarland gGmbH.

Initialisiert wurde es im Jahr 2007 vom Jobcenter im Regionalverband Saarbrücken und der Saarländischeb Initiative Migration und Arbeitswelt (SIMA), welche das Projekt auch weiterhin aktiv unterstützt.

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