Kulturmittler, Sprachmittler und Brückenbauer
Kulturmittler/innen
Im Rahmen des Projektes ibis wurden vom ZIB 15 Personen als Kulturmittler/innen geschult. Sie kommen aus der Türkei, Russland, der Ukraine, aus Marokko, Polen, Griechenland, Zypern und Liberia und bringen neben ihrer Muttersprache sehr gute Deutschkenntnisse mit.
Während der Schulung haben die Kulturmittler/innen methodische Grundlagen der interkulturellen Kommunikation, Kenntnisse über unterschiedliche Umgangsformen, Kulturstandards und Kommunikationsregeln, Institutionenwissen, persönliche Kompetenzen im Bereich der Mediation, der Deeskalation sowie berufsethisches Wissen, erworben. Kulturmittler/innen können zum Beispiel von Behörden zur Kontaktaufnahme mit Migrant/innen eingesetzt werden, um diese in Projekte, Elternarbeit und Beteiligungsverfahren einzubeziehen.
Der Einsatz der Kulturmittler/innen soll honoriert werden, da sie ihre Zeit und ihr Engagement in die Stärkung ihrer Kompetenzen investiert haben. Das kann über einmalige Honorare im Einzelfall, aber auch über Honorar- oder Werkverträge bei längerfristigem Einsatz geschehen.
Sie können sich direkt an die Kulturmittler/innen (Adressliste) wenden oder über das Zuwanderungs- und Integrationsbüro, Herr Becker, Tel. 0681 905 1579.
Sprachmittler/innen
Im Rahmen der Saarbrücker Initiative Migration und Arbeitswelt haben die Landeshauptstadt Saarbrücken und das Dolmetscherinstitut an der Universität des Saarlandes, in Kooperation mit der FITT GmbH, den bundesweit anerkannten IHK-Zertifikatslehrgang "Sprachmittler/in (IHK)" entwickelt. Dieser Lehrgang umfasst 200 Stunden und vermittelt sowohl Dolmetschertechniken und Kommunikationstraining, als auch breit gefächertes Wissen über Behörden und Institutionen.
In den klassischen Einwanderungsländern wie den USA, Kanada oder Australien wird an Konzepten des Community Interpreting, also Dolmetschen im Migrationskontext, gearbeitet. Professionelles Dolmetschen in der institutionellen Kommunikation ist mehr als notwendig. Damit sich das "Community Interpreting" auch in Deutschland etabliert, müssen Dolmetscher/innen in Sprachen, für die es bislang keine Ausbildung gab, qualifiziert werden und die Institutionen müssen bereit sein diese professionelle Dienstleistung zu bezahlen.
Die Qualifizierung ist mit der Entwicklung des "Sprachmittler/in"-Lehrgangs in Saarbrücken geschaffen.
Brückenbauer/innen
Das Projekt "Brückenbauer/in" ist ein Beschäftigungsprojekt der ARGE Saarbrücken. Initialisiert wurde es in deren Auftrag von der SIMA (Saarländische Initiative Migration und Arbeitswelt), welche das Projekt auch weiterhin aktiv unterstützt.
Die Brückenbauer/innen sind in verschiedenen Institutionen mit unterschiedlichen Trägern angesiedelt und nahmen zwischen November 2008 und März 2009 ihre Arbeit auf. Neben der Tätigkeit im Verein oder der Institution arbeiten sie vor allem an der Schaffung von Verbindungen und Kontakten zwischen Einzelpersonen und anderen Einrichtungen, sowie der Förderung von Partizipation und Beteiligung an Angeboten im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich. Beispiele hierfür sind die Durchführung von Grillabenden oder Führungen in russischer Sprache durch Malstatt.
Projektträger sind die Volkshochschule Saarbrücken (VHS), der Verein Russisches Haus, das Saarländische Staatstheater, die alevitische Gemeinde Saarland und Umgebung e. V., die Kurdische Gemeinde Saar, das Ramesch Forum für interkulturelle Begegnung, der Verein Sprachmittler und der Verein Geographie ohne Grenzen. Förderer des Projektes sind das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur des Saarlandes und die Arbeit und Kultur Saarland gGmbH.
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Kontaktliste Kulturmittler/innen
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Konzept Brückenbauer/innen
Dolmetscherliste
Hier finden Sie eine Liste der Landesjustizverwaltungen über vereidigte Dolmetscher/innen und Übersetzer/innen (z.B. für beglaubte Übersetzungen).




