Europäische Städtekoalition gegen Rassismus
Beitritt zur Koalition
Der Stadtrat hat mit einstimmigem Beschluss vom 6. Februar 2007 die Oberbürgermeisterin dazu ermächtigt, die Beitritts- und Verpflichtungserklärung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus zu unterzeichnen.
Der Beitritt der Landeshauptstadt Saarbrücken zur Städtekoalition war ein bewusster Beitrag zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit 2007“.
Er sollte den Bürger/innen aller Herkunftskulturen, Religionszugehörigkeiten und Nationalitäten in Saarbrücken deutlich signalisieren, dass Politik und Verwaltung entschlossen sind, präventiv gegen Rassismus zu arbeiten und internationale Abkommen zum Schutz der Menschenrechte, europäische Richtlinien zum Schutz vor Diskriminierung und auch das seit 2006 geltende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auf der lokalen Ebene zu beachten und umzusetzen.
Internationaler Tag gegen Rassismus am 21. März
Vor 42 Jahren wurde eine friedliche Demonstration in Sharpeville in Süd-Afrika in Reaktion auf ein Gesetz über die Apartheid blutig niedergeschlagen und hat 69 Menschen das Leben gekostet. In Reaktion darauf haben die Vereinten Nationen 1966 den 21. März als "Internationalen Tag von Rassendiskriminierung" ausgerufen.
Auch in diesem Jahr haben rassistische Gewalt, Stereotypen in den Medien und Alltagsdiskriminierung wieder daran erinnert, dass der Widerstand und der Kampf gegen den Rassismus eine alltägliche Herausforderung für unsere plurale und vielfältige Gesellschaft bleibt.
Verschiedene Städte der Internationalen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) haben Videos gegen Rassismus und Diskriminierung produziert, die auf der folgenden Seite angesehen werden können.
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Über die Städtekoalition
Die europäische Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO besteht seit 2004. Hier finden Sie Informationen sowie eine Liste der Mitgliedsstädte. » weiter
Der Beitritt reiht sich gleichzeitig in eine aktive Politik der Integration von Zuwanderern ein – denn Integrationspolitik muss mit Antidiskriminierungspolitik Hand in Hand gehen - und ergänzt insofern wirkungsvoll die im Entstehen befindlichen Integrationsleitlinien für Saarbrücken. Mit dem Beitritt ist die Unterzeichnung eines 10-Punkte-Aktionsplans verbunden.
Inzwischen hat sich die Städtekoalition als gemeinnütziger Verein gegründet. Diesem Verein ist Saarbrücken ebenfalls zum 1.1.2009 beigetreten.
Aktivitäten in Saarbrücken
Hier finden Sie die Powerpoint-Präsentation "Mehr als Integrationsmanagement" über verschiedene Aktivitäten in Saarbrücken:
Was ist Rassismus?
Dem „Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung“ von 1966 zufolge kann diese Form der Diskriminierung als Unterscheidung, Ausschluss, Beschränkung oder Bevorzugung definiert werden, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.
Rassistische Diskriminierung richtet sich auf die wahrgenommene Hautfarbe von Menschen oder ihre äußere Erscheinung, sie kann sich auch auf eine (zugeschriebene) ethnische Herkunft, eine Nationalität, einen Migrationshintergrund, eine Sprache, eine Religion oder Weltanschauung richten, insofern sich diese mit Ausgrenzungen und Abwertungen verbinden, die in einer vermeintlichen wesensmäßigen Minderwertigkeit begründet werden.
Links
Hier finden Sie Links zu verschiedenen Institutionen, die sich mit dem Thema Diskriminierung / Rassismus beschäftigen sowie Beratungsstellen:
Gesetzesgrundlagen
Hier finden Links zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) - auch Antidiskriminierungsgesetz genannt - sowie dem Grundgesetz (GG):
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