Europäische Städtekoalition gegen Rassismus

Bereits 2007 hat die Landeshauptstadt die Beitritts- und Verpflichtungserklärung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus unterzeichnet.

Sie soll den Bürgerinnen und Bürgern aller Herkunftskulturen, Religionszugehörigkeiten und Nationalitäten in Saarbrücken deutlich signalisieren, dass Politik und Verwaltung entschlossen sind, präventiv gegen Rassismus zu arbeiten und internationale Abkommen zum Schutz der Menschenrechte, europäische Richtlinien zum Schutz vor Diskriminierung und auch das seit 2006 geltende Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz auf der lokalen Ebene zu beachten und umzusetzen

Beitritt zur Koalition

Der Stadtrat hat mit einstimmigem Beschluss vom 6. Februar 2007 die Oberbürgermeisterin dazu ermächtigt, die Beitritts- und Verpflichtungserklärung der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus zu unterzeichnen.

Der Beitritt der Landeshauptstadt Saarbrücken zur Städtekoalition war ein bewusster Beitrag zum „Europäischen Jahr der Chancengleichheit 2007“.

Der Beitritt reiht sich gleichzeitig in eine aktive Politik der Integration von Zuwanderern ein – denn Integrationspolitik muss mit Antidiskriminierungspolitik Hand in Hand gehen - und ergänzt insofern wirkungsvoll die im Entstehen befindlichen Integrationsleitlinien für Saarbrücken. Mit dem Beitritt ist die Unterzeichnung eines 10-Punkte-Aktionsplans verbunden.

Inzwischen hat sich die Städtekoalition als gemeinnütziger Verein gegründet. Diesem Verein ist Saarbrücken ebenfalls zum 1. Januar 2009 beigetreten.

Aktivitäten in Saarbrücken

Hier finden Sie die Powerpoint-Präsentation "Mehr als Integrationsmanagement" über verschiedene Aktivitäten in Saarbrücken:

Was ist Rassismus?

Dem „Internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung“ von 1966 zufolge kann diese Form der Diskriminierung als Unterscheidung, Ausschluss, Beschränkung oder Bevorzugung definiert werden, die zum Ziel oder zur Folge hat, dass dadurch ein gleichberechtigtes Anerkennen, Genießen oder Ausüben von Menschenrechten und Grundfreiheiten im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem sonstigen Bereich des öffentlichen Lebens vereitelt oder beeinträchtigt wird.

Rassistische Diskriminierung richtet sich auf die wahrgenommene Hautfarbe von Menschen oder ihre äußere Erscheinung, sie kann sich auch auf eine (zugeschriebene) ethnische Herkunft, eine Nationalität, einen Migrationshintergrund, eine Sprache, eine Religion oder Weltanschauung richten, insofern sich diese mit Ausgrenzungen und Abwertungen verbinden, die in einer vermeintlichen wesensmäßigen Minderwertigkeit begründet werden.