Aktuelles aus dem ZIB

Was gibt es Neues aus dem Zuwanderungs- und Integrationsbüro, und was tut sich in Saarbrücken in Sachen Integration und Vielfalt? Hier halten wir Sie auf dem Laufenden.

Erster Integrationsbericht wird beraten

Im September und Oktober 2014 beraten die städtischen Gremien den ersten umfassenden Integrationsbericht für Saarbrücken, den das ZIB und das Amt für Entwicklungsplanung, Statistik und Wahlen vorgelegt haben. Der Bericht beschreibt den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Einwanderung und Integration in der Landeshauptstadt.

Für den Integrationsbericht wurden zahlreiche Statistiken und Einzelberichte ausgewertet, es wurden weit über 100 Interviews geführt, und es fanden mehrere Expertenworkshops und Fachgespräche statt. Das IQ-Landesnetzwerk Saarland hat einen Teilbericht zur Arbeitsmarktintegration beigesteuert. Im nächsten Schritt soll Anfang 2015 das Integrationskonzept von 2007 unter Beteiligung von Akteuren der Integrationsarbeit fortgeschrieben werden.

Die vorläufige Fassung des Integrationsbericht steht hier zum Download bereit. Eine gestaltete und gedruckte Version wird bis Ende des Jahres vorliegen.

Erster Integrationsbericht Saarbrücken
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application/pdf - ca. 2,42 MB

VWT_0719_14_Anlage_1_Integrationsbericht.pdf

Rückblick auf die Finissage der Ausstellung „Frankfurt-Auschwitz“ am 11. Juli

mit den Schwestern Ursula Rose und Maria Strauss

Vortrag von Dr. Udo Engbring-Romang - Finnisage Ausstellung Frankfurt-Auschwitz am 11.07.2014

Vortrag von Dr. Udo Engbring-Romang

„Wir konnten es einfach nicht mehr für uns behalten, es musste heraus“, sagte Ursula Rose, eine der beiden Schwestern die im Rathaus zum Abschluss der Ausstellung ihre bewegende Familiengeschichte preisgaben. Beide Schwestern sind Angehörige von Auschwitzüberlebenden.

Ingesamt wurden 500.000 Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten ermordet.  Ein normales Familienleben war den beiden Schwestern somit nicht vergönnt. Die Eltern erzählten nicht nur von den Grausamkeiten, die ihnen und ihrem Volk widerfahren waren, sondern beschützten ihre Töchter über Gebühr. So durften diese nicht unbegleitet aus dem Haus, Impfungen und Behandlungen durch Ärzte waren ausgeschlossen, weil nach den Erfahrungen im Lager mit diesen kein Vertrauen mehr da war.

Erst spät in ihrem Leben versuchten die Schwestern sich durch Therapien Hilfe zu holen. Das scheint gelungen, wenn man sie erlebt, so voller Leben und Selbstbewusstsein. Auf die Frage wie es ihnen gehe, wenn sie heute erlebten wie Sinti und Roma von der Gesellschaft behandelt werden und in der Öffentlichkeit  als Schmarotzer und Kriminelle beschimpft werden, antworteten sie betroffen: „Es hört offenbar nie auf. Uns befällt dann eine ganz große Angst.“

Unterzeichnung der Charta der Vielfalt in Saarbrücken

Am 7. April hat die Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken, Charlotte Britz, die Charta der Vielfalt in der Stadtbibliothek unterzeichnet. 

Die Initiative zur Unterzeichnung ging 2013 vom Integrationsbeirat aus und wurde vom Stadtrat beschlossen. 

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landeshauptstadt und Mitgliedern des Integrationsbeirates

Oberbürgermeisterin Britz mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Die stellvertretende Sprecherin des 1. Saarbrücker Integrationsbeirats, Sadija Kavgic-van Weert, hat in ihrem Redebeitrag deutlich gemacht, warum sie die Initiative für die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch die Stadt Saarbrücken ergriffen hat.