Saarbrücker Seniorentage
Mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Infos konnten sich Besucher am 4. und 5. September über Seniorenthemen informieren.
Podiumsdiskussionen regten zu Diskussionen an
Bei der Diskussion „Arbeit kennt keine Altersgrenzen“. boten die Podiumsteilnehmer mit ihren Kurzreferaten den Boden für eine zum Teil kontrovers geführte Diskussion zum Thema „Erwerbstätigkeit im Alter“. Der Personalleiter der Michelin Werke, Thomas Hoffmann, und die Personalleiterin der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Beatrix Behrens, stellten Ihre personalpolitischen Konzepte vor. Dabei wurde deutlich, dass mit lebensphasen orientiertem Altersmanagement und einem Mehrgenerationenmanagement sich in den Betrieben auf den demografischen Wandel eingestellt wird. Die Resonanz auf das Thema war geteilt.
Beim Podium am Nachmittag – moderiert von Otto Deppe – wurde unter dem Titel „Einmischen – Mitmischen, Seniorinnen und Senioren organisieren sich“ das Thema Aktivität im Alter diskutiert. Dabei soll nicht nur die Eigeninitiativen von älteren Menschen, sondern auch das Ehrenamt und das politische Engagement in den Fokus gerückt werden. Dr. Ingrid Zundel, die selber mit 65 Jahren noch über das Thema promoviert hat, stellte den Zuhörern im Rathausfestsaal das Konzept der Seniorengenossenschaften vor. Hierbei handelt es sich um Initiativen, in welchen Leistungen getauscht werden können oder Leistungen und Zeit als junger Mensch eingebracht werden können, die auf einem Konto gutgeschrieben werden und auf welche man dann im Alter zugreifen kann. Bestes Beispiel ist hier die Seniorengenossenschaft in Riedlingen, die bereits 600 Mitglieder hat. Rüdiger Kaldewey vom Ältestenrat der Saarbrücker Zeitung und Lothar Arnold vom Seniorenbeirat Saarbrücken gaben Beispiele ihrer Arbeit für die Belange der Seniorinnen und Senioren. So ist der Seniorenbeirat der Landeshauptstadt Saarbrücken mit seinen Projekten „Senioren-Fitnesstage“, „Seniorensicherheitsberater“, dem „Netzwerk gute Nachbarschaft“ sowie der „Bürgersprechstunde“ Ansprechpartner für die älteren Bürgerinnen und Bürger und gleichzeitig Sprachrohr in dem er diese Anliegen auch in die entsprechenden politischen Gremien der Stadt einbringt. Barbara Eifert, die wissenschaftliche Beraterin der Seniorenlandesvertretung NRW betonte in ihrem Vortrag: Die Partizipation aller Mitglieder unserer Gesellschaft erfordert Respekt und Wertschätzung. Nur so entsteht ein gesellschaftlicher Zusammenhalt und Solidarität zwischen den Generationen.
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz bei den Seniorentagen
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz besuchte die Informationsstände von Vereinen, Institutionen und städtischen Ämtern im Rathaus-Innenhof.
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