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Saarländisches Staatstheater

Oper, Schauspiel und Ballett erleben Sie im Saarländischen Staatstheater. Das Drei-Spartenhaus verfügt über verschiedene Spielstätten in der Saarbrücker City.

Zu den Spielstätten zählen das Große Haus direkt an der Saar, die Alte Feuerwache am Landwehrplatz, die  jüngste Spielstätte sparte4 in Alt-Saarbrücken sowie die Saarbrücker Congresshalle, in der die Sinfoniekonzerte des Saarländischen Staatsorchesters stattfinden.

Generalmusikdirektor Nicholas Milton erhält Ehrung "Member of the Order of Australia (AM)"

Nicholas Milton

Ende Januar 2016 hat Generalmusikdirektor Nicholas Milton die Auszeichnung "Member of the Order of Australia (AM)" erhalten. Er wurde damit für seine "besonderen Verdienste für die Kunst, insbesondere der klassischen Orchestermusik, als Musiker, Dirigent und Künstlerischer Direktor" geehrt, so die Begründung der Jury. Neben seiner Tätigkeit als Generalmusikdirektor des Saarländischen Staatstheaters ist Nicholas Milton seit 2007 Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des australischen "Canberra Symphony Orchestra".

Der "Order of Australia" ist eine Ehrenauszeichnung, die an Australiens Bürger zur Würdigung von außerordentlichen Verdiensten im Januar am Australischen Nationalfeiertag und am Geburtstag von Queen Elisabeth II im Juni verliehen wird.

Aktuelle Spielzeit unter dem Motto "Fremd in der Welt"

Die Spielzeit 2015/2016 des Saarländischen Staatstheaters steht unter dem spartenübergreifenden Motto "Fremd in der Welt". Insgesamt 26 Premieren, zehn Wideraufnahmen und zwei Festivals stehen im Spielplan. Darunter die Schauspiele "Lachen verboten!", "Die Schutzbefohlenen (der letzte Stand)" und "Romeo und Julia", die Opern "Peter Grimes" und "Madama Butterfly" sowie das Theater "Über die Kunst, seinen Chef anzusprechen und ihn um eine Gehaltserhöhung zu bitten". Freunde des Balletts können sich auf die Premiere von "Chaix_Celis_Kylián" freuen.

Don Giovanni (von rechts nach links: James Bobby, Herdís Anna Jónasdóttir, Tapani Plathan und Markus Jaursch) ©Björn Hickmann

Don Giovanni (von rechts nach links: James Bobby, Herdís Anna Jónasdóttir, Tapani Plathan und Markus Jaursch) ©Björn Hickmann

Über das Saarländische Staatstheater

Das Saarländische Staatstheater (SST) ist eine der herausragenden Kulturinstitutionen im Saarland. Es bietet höchstes Niveau in den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett und strahlt  weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus.

Rund 200.000 Besucher besuchen jede Saison mehr als 700 Veranstaltungen. Konstant gute Auslastungszahlen in den vier Spielstätten Staatstheater, Alte Feuerwache, sparte4 und Congresshalle zeugen von einem lebendigen Theater, das ein Ort notwendiger gesellschaftlicher Auseinandersetzung sein will.

Generalintendantin Dagmar Schlingmann steht mit ihrem Team für ein profiliertes Programm und eine zeitgemäße Ästhetik. Spannende Regieansätze und verschiedene Handschriften formen einen starken Spielplan. Seit ihrem Amtsantritt 2006 hat sie damit das Haus so konsequent wie erfolgreich für neue Publikumsschichten geöffnet.

Mit der jungen, urbanen Spielstätte sparte4, Jugendprojekten in allen Sparten, renommierten Kooperationspartnern wie den Ruhrfestspielen und den Musikfestspielen Saar, Gastspielen in Helsinki, Heilbronn, Nancy, Metz, Luxembourg und Berlin hat sich zudem eine Vielfalt neuer Angebote etabliert, die das ohnehin breite Vorstellungsrepertoire bereichert.

Gemeinsam mit dem Kaufmännischen Direktor Dr. Matthias Almstedt leitet Dagmar Schlingmann die Geschicke des Theaters mit seinen knapp 450 Mitarbeitern.

Staatstheater legte Grundstein für Städtepartnerschaft Saarbrücken - Tbilissi

Die Beziehungen des Saarländischen Staatstheaters zu Theaterbühnen der russischen Stadt Tbilissi waren der Grundstein für die Städtepartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt und der georgischen Hauptstadt. Der frühere Intendant des Saarländischen Staatstheaters, Hermann Wedekind, hatte bereits 1972 im Rahmen der von ihm ins Leben gerufenen Russischen Theatertage über politische und ideologische Grenzen hinweg erste Kontakte zu Tbilisser Bühnen und Schauspielern aufgenommen.

Eine intensive Freundschaft  zwischen den Tbilisser Theatern und dem Staatstheater entstand, 1974 gab es in Saarbrücken die ersten "Georgischen Wochen" mit einem georgischen Theaterprogramm. Noch im gleichen Jahr, am 11. Juni 1974, nahm der Saarbrücker Stadtrat einstimmig das georgische Angebot einer Städtepartnerschaft mit Tbilissi an. 

Das Große Haus

Staatstheater mit Blick von Alt-Saarbrücken

Direkt an der Saar im Zentrum Saarbrückens gelegen, befindet sich das Große Haus, die mit einem 875 Plätze fassenden Zuschauerraum größte Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters.

Hier finden Vorstellungen der Sparten Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett statt, darüber hinaus Sonderkonzerte und Gastspiele.

In den Foyers gibt es Kammerkonzerte, Matineen und Soireen, Einführungen in die Vorstellungen und Publikumsgespräche sowie Vortrags- und Diskussionsreihen.

Alte Feuerwache

Alte Feuerwache (Foto: Oliver Dietze)

Die Alte Feuerwache ist die zweitgrößte Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters. Ehemals als Turnhalle des Turnerbundes St. Johann genutzt, ist das Gebäude seit Januar 1982 Theaterspielort. Die Spielstätte umfasst maximal 240 Plätze in variabler Bestuhlung. Vorwiegend für das Schauspiel genutzt, finden in der Alten Feuerwache aber auch Ballettabende statt. Neben Gastspielen sind die Einführungsmatineen und -soireen die wichtigsten Sonderveranstaltungen. 

sparte4

Außenansicht Sparte 4  (Foto: SST/Oliver Dietze)

Die sparte4 ist die jüngste Spielstätte des Saarländischen Staatstheaters. Seit November 2006 bietet sie einen multifunktionalen Raum für Theater, Konzerte, Lesungen, Performances oder Klubs. Das Platzangebot genügt für rund 100 Besucher. Modernes, zeitgenössisches Schauspiel trifft im Programm der sparte4 auf Lesungen junger Literaten und auf Konzerte mit handgemachter Musik. Im Anschluss an jede Veranstaltung verwandelt sich die sparte4 mit einer integrierten Bar in ein Wohnzimmer zum Verweilen.

Im Vordergrund steht der unmittelbare Kontakt zu den Künstlern, denn die sparte4 versteht sich als Plattform und Netzwerk des lokalen und überregionalen sowie internationalen, innovativen Kulturschaffens.

Mit ihrer Kombination aus Industriearchitektur und verschrobener Dekoration sorgt die sparte4 für ein Überraschungsmoment. Zu Fuß erreicht man die sparte4 in etwa fünf Minuten vom Staatstheater.