Stolpersteine in der Landeshauptstadt
23 000 Stolpersteine gegen das Vergessen hat er inzwischen in 543 deutschen und 39 europäischen Städten verlegt. Jeder einzelne erinnert an ein schreckliches Schicksal.
Auf Initiative von Richard Bermann, Vorsitzender der Synagogengemeinde, hatte sich Demnig bereit erklärt, auch in Saarbrücken seine „Stolpersteine“ zu verlegen. Zu der Projektidee des Kölner Künstlers zählt dabei, dass nicht etwa Kommunen Gelder für die Gedenktafeln zur Verfügung stellen, sondern Bürger und Institutionen in den jeweiligen Städten und Gemeinden für die Steine spenden.
Kosten: 95 Euro pro Stein. Die Idee funktioniert also nur, wenn sich Bürgerinnen und Bürger für das Erinnern einsetzen. „Das Projekt nimmt uns alle in die Pflicht. Deshalb finde ich die Idee Demnigs so überzeugend“, sagt Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.
Projekte in Saarbrücken
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Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt Stolperstein für Widerstandskämpferin Johanna Kirchner
Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat am Donnerstag, 5. Juli, vor der Bahnhofstraße 80 einen „Stolperstein“ in Gedenken an Johanna Kirchner verlegt. » weiter
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3 Stolpersteine in Gedenken an Fritz Dobisch, Peter Roth und Wendel Schorr vor Saarbrücker Rathaus verlegt
In Gedenken an Fritz Dobisch, Peter Roth und Wendel Schorr, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden, hat Gunter Demnig am Freitag, 8. April, drei Stolpersteine vor dem Saarbrücker Rathaus verlegt. » weiter
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Stolpersteine für Paula Loeb und Emilie Kaiser
Paula Loeb erreichte am 3. Juni 1942 nach Zwangsaussiedlung und Deportation das Vernichtungslager Sobibor. Nazis selektieren sie sofort, noch am gleichen Tag wird Paula Loeb ermordet – gemeinsam mit ihrer Mutter Emilie Kaiser, 69 Jahre alt. » weiter
Weitere Informationen
Auskunft erhalten Interessierte bei der Synagogengemeinde unter Telefon: (0681) 91038-0 oder E-Mail: info@synagogengemeindesaar.de. Infos auch unter: www.synagogengemeindesaar.de
Hintergrund:
Die Stolpersteine sind 10 mal 10 Zentimeter groß, aus Beton gegossen und mit einer Messingtafel versehen. Sie werden in öffentliche Gehwege bündig eingelassen, damit niemand durch sie zu Schaden kommen kann.
Sie heißen dennoch „Stolpersteine”, denn wer sie im Vorübergehen sieht, soll im Geiste darüber stolpern, kurz innehalten und die Eingravierung lesen.
Unter der Überschrift “Hier wohnte...” und Daten der Deportation und Ermordung wird mit den Steinen der Opfer des Nazi-Regimes gedacht.
Weitere Informationen zu dem Projekt Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig gibt’s im Internet unter: www.stolpersteine.com
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