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Schlacht bei Spicheren und "Schultze Kathrin"

Bei der blutigen Schlacht am 6. August 1870 während des deutsch-französischen Krieges auf der Spicherer Höhe hat Katharine Weißgerber, auch bekannt als "Schultze Kathrin" die Verwundeten versorgt.

Todestag von Schultze Kathrin jährt sich zum 125. Mal

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der französische Generalkonsul Philippe Cerf. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und der französische Generalkonsul Philippe Cerf legen einen Kranz zum Gedenken an Katharine Weißgerber nieder.
 

Der Todestag von Katharine Weißgerber, auch bekannt als Schultze Kathrin, hat sich in diesem Jahr zum 125. Mal gejährt. Oberbürgermeisterin Charlotte Britz hat bei einer Gedenkveranstaltung am 9. August gemeinsam mit dem französischen Generalkonsul Philippe Cerf sowie Vertretern der Gemeinden Spicheren und Saarwellingen an ihrem Grab auf dem Ehrenfriedhof im Deutsch-Französischen Garten einen Kranz niedergelegt.

Schultze Kathrin als Symbol für uneigennütziges Handeln

Katharine Weißgerber hat bei Kämpfen in Saarbrücken kurz nach Beginn des Deutsch-Französischen Krieges im Jahr 1870 einen schwer verwundeten Soldaten versorgt und für Sterbende einen Priester gesucht.

Bei der Schlacht auf der Spicherer Höhe am 6. August kümmerte sie sich inmitten der Kämpfe um verwundete Soldaten beider Nationen, reichte ihnen Wasser und half, die Verwundeten aus den Gefechtslinien zu schaffen.

Die Schlacht von Spicheren zählt zu den grausamsten Kapiteln des Deutsch-Französischen Krieges, bei der etwa 1000 Soldaten gefallen und 4.000 verwundet wurden.

„Diese Zahlen verdeutlichen, mit welcher Härte die Kampfhandlungen geführt wurden und welchen Mut Katharine Weißgerber aufbringen musste, um den Soldaten beider Seiten zu helfen“, sagte die Oberbürgermeisterin. Bei der Versorgung der Verletzten haben weitere Bürgerinnen und Bürger aus Saarbrücken, Spicheren und Forbach geholfen.

Britz weiter: „Katharine Weißgerber wurde zum Symbol für uneigennütziges Handeln, für Zivilcourage und Mitmenschlichkeit. Bis heute kann sie uns allen ein Vorbild sein. Nicht zu Unrecht ist sie zu einer der herausragenden historischen Frauenpersönlichkeiten unserer Region geworden.“

Der Einsatz von Katharine Weißgerber wurde dem preußischen König Wilhelm gemeldet und sie erhielt das Verdienstkreuz für Frauen. Im Alter von 69 Jahren starb Katharine Weißgerber am Jahrestag der Schlacht, am 6. August 1886.

„Die Schlacht von Spicheren zählt zu den dunkelsten Kapiteln in unserer Stadtgeschichte. Heute sind die Grenzen verschwunden und wir leben in enger Freundschaft mit unseren französischen Nachbarn in einem vereinten Europa. Diese Gedenkveranstaltung sollte uns allen ins Bewusstsein rufen, welches Glück dies darstellt."

Hintergrund

Katharine Weißgerber wurde am 3. August 1818 in Schwarzenholz geboren. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 war sie als Haushaltshilfe und Kindermädchen bei Familie Karl Schultz in Saarbrücken tätig.

Ehrungen:
•    Ehrengrab im Deutsch-Französischen Garten
•    Benennung der Katharine Weißgerber Schule in Klarenthal nach ihrem Vorbild
•    eine Straße in Saarbrücken ist nach ihr benannt
•    in Schwarzenholz ist eine Straße nach ihr benannt
•    in Schwarzenholz gibt es ein Denkmal mit ihrem Portrait
•    Seniorenstift in Schwarzenholz ist nach Katharine Weißgerber benannt

140 Jahre Schlacht von Spicheren im Jahr 2010

Hochkreuz Spicheren Das Hochkreuz erinnert an die blutigen Kämpfe.

2010 hat sich der Jahrestag der Kämpfe zum 140. Mal gejährt. Saarbrücken, Forbach und Spicheren haben den Opfen der Schlacht mit einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe gedacht. Dabei haben die Kommunen zusammen ein Programm entwickelt, auch gemeinsame Projekte wie den Eurodistrict thematisiert.

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