Künstler Glieses „Parasit“ ziert Brandmauer der Stadtgalerie
Das Projekt „Der Parasit“ von Gliese ziert die von der Katholisch-Kirch-Straße sichtbare Brandmauer der Stadtgalerie.
Schrader: „In diesem Jahr haben wir die Bildende Kunst in den Fokus des kulturellen Lebens in Saarbrücken gestellt. Mit einer Reihe interessanter Veranstaltungen und Präsentationen wollen wir auf das vielfältige Angebot in Saarbrücken aufmerksam machen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Kunst im öffentlichen Raum. Als erstes Projekt zu diesem Themenbereich präsentieren wir heute den ‚Parasit’ von Carsten Gliese.“
Bei der Arbeit Glieses handelt es sich um ein Bild, das der Künstler eigens für die Fassadengestaltung der Brandmauer konzipiert hat. Es wurde auf mehrere Dibondplatten (spezielle Aluminiumplatten) gedruckt und an der Giebelseite der Galerie angebracht. Dem Künstler ist es gelungen, bei dem Betrachter den Eindruck entstehen zu lassen, sein Werk sei dreidimensional. Es scheint so, als würden Teile der Fassade hervorspringen.
Die Gestaltung des Werkes hat der Künstler aus den prägnanten architektonischen Konturen der Fassade abgeleitet. Zunächst hat er einen geschichteten Körper angefertigt und ihn fotografiert. Darauf aufbauend gestaltete der Kölner Künstler die Bildfläche auf der Fassade.
Bei den Planungen hatte sich Gliese mit der Frage beschäftigt, wie es hinter dem für uns Sichtbaren weitergeht. Seiner Vorstellung nach ist die offenbar selbstverständliche Annahme, hinter jeder Fassade befänden sich Räume, nicht gerechtfertigt. Vielmehr könne ein Gebäude auch ein kompakter Körper mit einer ganz anderen als der erwarteten inneren Struktur sein.
Die Gesamtkosten des Projektes liegen bei rund 23 000 Euro. Sie werden von der Landeshauptstadt getragen.
Die Idee für die Gestaltung der bisher wenig attraktiv wirkenden Fassade kam von Ernest W. Uthemann. Er kam bei einer Ausstellung in der Stadtgalerie mit Glieses Werken in Berührung. Kulturdezernent Schrader hat sich danach ein Bild vom Schaffen des Künstlers gemacht und war von dessen bisherigen Werken überzeugt. Nach Zustimmung der städtischen Gremien konnte Gliese mit seiner Arbeit beginnen.
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