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Kultur-Kolumne

Im Monat Februar widmet sich die Kultur-Kolumne der Spielzeiteröffnung 2017 im Kleinen Theater im Rathaus. 

Kleines Theater - Spielzeit 2017

Das Thema von Schuld und Sühne steht im Mittelpunkt

Die 2. Prinzessin oder wie man Erste wird. Foto: Christine Fiedler

Die 2. Prinzessin oder wie man Erste wird. Foto: Christine Fiedler

Um große dramatische Themen geht es in der Spielzeit 2017 im Kleinen Theater. Der Bogen spannt sich von Klassikern wie Schillers Tell und Goethes Faust über den Woyzeck Georg Büchners bis hin zu den Stücken von Friedrich Dürrenmatt, einem der größten Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Aber auch Volkstümliches und Mythisches wird auf der kleinen Bühne im Rathaus behandelt. Dabei verschwimmt, wie so häufig beim Figurentheater, die Grenze zwischen Komödie und Tragödie.

Eröffnet wird die Spielzeit mit einen Bearbeitung des „Weiten Theaters“ aus Berlin von Schillers Wilhelm Tell, in dem verschiedene Spielformen des Figurentheaters vom Materialtheater bis zum Puppenspiel Verwendung finden.

Thomas Altpeter, der Leiter des Kleinen Theater im Rathaus, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die traditionsreiche Kunst des Figurentheaters in ihrem ganzen großen Spektrum zu zeigen. Die Zuschauer können die unterschiedlichsten Formen des Figurenspiels erleben, vom Marionetten- und Handpuppentheater bis hin zur Auseinandersetzung mit performerischen Elementen. Die Theatergruppen kommen aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands aber auch aus Österreich und Frankreich.

Samstags gibt es die Abendprogramme, die das Figurentheater als ambitionierte zeitgenössische Bühnenkunst zeigen werden. Die Sonntagnachmittage gehören den

Familienvorstellungen, die sich an Kinder verschiedener Altersgruppen wenden und den Kleinen wie den Großen Lust auf Theater machen sollen.

Das letzte Wochenende im Oktober ist dabei dem fünfhundertjährigen Reformationsjubiläum gewidmet. Dann zeigt das Theatrium aus Dresden unter anderem ein Stück über das Leben von Martin Luther für Kinder ab vier Jahren.

Das Kleine Theater ist  inzwischen zu einer wichtigen Adresse des Figurentheaters in der überregionalen Kultur-Szene geworden. Die Besucherinnen und Besucher kommen nicht nur aus dem Saarland, sondern nehmen teilweise auch weitere Anfahrtswege auf sich, um die Vorstellungen zu besuchen. Saarbrücken wird durch diese Theater-Sparte um eine ganz eigene, originelle Kunstform bereichert, mit der nicht jede Stadt aufwarten kann.

Hier geht es zum Programm 2017 des Kleinen Theaters.