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Saarbrücker Sommermusik 2012

Die Sommermusik 2012 startet am 21. Juli und bietet bis Ende September rund 40 kostenlose Konzerte und Kunstperformances an verschiedenen Orten Saarbrückens.
Name: Saarbrücker Sommermusik 2012
Art: Musik

Ort: Saarbrücken

66111 Saarbrücken
Beginn: 21.07.2012
Ende: 30.09.2012

Friedrich Hölderlin steht im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe

Die Konzert- und Veranstaltungsreihe trägt in diesem Jahr das Motto „... wohin denn ich?“. Im Mittelpunkt stehen der Dichter Friedrich Hölderlin und die Komponisten Ludwig van Beethoven sowie Franz Schubert. Der Eintritt zu allen Konzerten ist kostenlos. Das Festival beginnt am Samstag, 21. Juli, 20 Uhr, Rathausfestsaal, mit dem Orchesterkonzert „Hölderlin Zerlegen“ des InZeit-Ensembles, das sich der Neuen Musik widmet.

Hölderlins Dichtung trifft Schuberts und Beethovens Musik

Plakatmotiv 2012 Plakatmotiv 2012 (Petra Jung)

Die Sommermusik verbindet jedes Jahr einen literarisch-philosophischen Themenkomplex mit entsprechender Musik. Friedrich Hölderlins Dichtung, die einen ganz eigenen Weg zwischen Klassik und Romantik eingeschlagen hat, trifft in diesem Jahr auf die Musik Franz Schuberts und Ludwig van Beethovens. Schubert und Beethoven haben, von der Klassik kommend, die Romantik ganz entscheidend geprägt.

Das Motto der Sommermusik 2012 ‚…wohin denn ich?’ aus dem Hölderlinschen Gedicht ‚Abendphantasie’ zieht sich durch das Schaffen von Hölderlin, Beethoven und Schubert. Ein biografischer Aspekt, der die drei Künstler verbindet und der auch zum Motor ihres Schaffens wurde, ist die Vereinsamung und die Verzweiflung an der Welt“, sagte Kulturdezernent Schrader. Bei Hölderlin gipfelte sie im Wahnsinn, der ihn zwang, fast 40 Jahre in der Abgeschiedenheit seines Turmes zu verbringen. Beethoven wurde durch seine Taubheit in die Isolation getrieben und Schuberts Leben war durch Krankheit und Armut gekennzeichnet.

 

Mit den Romantikern verbindet Hölderlins Werk die Suche nach einer unsichtbaren Wahrheit hinter den Äußerlichkeiten der Welt, klassizistisch ist der strenge Formwille, der sich oft antiken Vorbildern anlehnte. Auch Beethoven wurzelt ganz in den musikalischen Formen der klassizistischen Musik. Er deutet und erweitert sie aber in einer so persönlichen Sprache, wie es vorher kaum einem anderen Komponisten gelang. Damit ist er zu dem Vorbild der gesamten Musik des 19. Jahrhunderts geworden: Die musikalische Romantik, wie wir sie kennen, wäre ohne Beethoven nicht denkbar gewesen.

Das Programm

Hier finden Sie die Programmübersicht

Das Programm im September

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