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Saarbrücker Sommermusik

Die Saarbrücker Sommermusik ist eine kostenlose Konzertreihe mit hohem Anspruch, die Kunstvermittlung mit Volksfestcharakter kombiniert.

Das Festival

In.Zeit Ensemble. Foto: Künstler

In.Zeit Ensemble. Foto: Künstler

Musikalisch Interessierte können sich zwischen Juli und Dezember auf zahlreiche Konzerte mit Kammermusik und Jazz sowie kleine Musiktheaterproduktionen in den verschiedensten Konstellationen freuen.

Der Eintritt zu allen Konzerten ist kostenlos. Die Landeshauptstadt möchte damit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit bieten, die Konzerte zu besuchen. Die Spielstätten der Sommermusik sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und haben unterschiedliche Charaktere, die den jeweiligen Aufführungen entsprechen. 

Die Konzertreihe will die Menschen mit einer Musik konfrontieren, die sie vielleicht noch nicht kennen und Lust auf Unbekanntes wecken. Viele Konzerte finden als Freiluftveranstaltung statt. 

Sommermusik 2017: „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“

Die Veranstaltungsreihe verbindet jedes Jahr einen literarisch-philosophischen Themenkomplex mit entsprechender Musik. Das Motto der Sommermusik 2017 „Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“ stammt aus dem großen Romanzyklus „Josef und seine Brüder“ von Thomas Mann (1875 bis 1955). Dieses Jahr stehen Thomas Mann und die Musik der „konservativen Moderne“ im Mittelpunkt des Festivals. Die Konzerte beschäftigen sich einerseits mit dem Topos „Nostalgie“, aber auch mit „Verfall, Todesfurcht und Todessehnsucht“. Andererseits stehen verschiedene Aspekte von Thomas Manns Werk im Mittelpunkt.

Die Spielstätten der Sommermusik sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und spiegeln den Charakter der jeweiligen Aufführung wider. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.

InZeit-Ensemble spielt zur Eröffnung – Konzerte im Herbst auch in diesem Jahr

Die Sommermusik 2017 beginnt am Freitag, 28. Juli, mit einem Konzert des InZeit-Ensembles im Rathausfestsaal. Das Ensemble widmet sich der Neuen Musik unter dem Motto „Streich-Hölzer“ und beschäftigt sich unter anderem mit der Kombination von Holzbläsern und Streichern. In den folgenden Monaten stehen rund 40 Veranstaltungen auf dem Programm, die Musikliebhabern Jazz, Kammermusik, Neue Musik und Musiktheater bieten. Eines der Konzerte widmet sich dem Andenken an den bedeutenden Klarinettisten Eduard Brunner, der im April verstorben ist und im vergangenen Jahr bei der Sommermusik sein letztes öffentliches Konzert gegeben hatte. Ein ganzer Tag im September wird mit neun Konzerten von morgens um sieben Uhr bis nachts um ein Uhr an unterschiedlichen Spielorten in der Stadt gestaltet. Neben historischer Musik stehen auch zahlreiche Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten auf dem Programm, die sich vor allem um Themen aus dem Werk von Thomas Mann bewegen.

Auch das Abschlusskonzert am Sonntag, 24. September, ist wieder ein Orchesterkonzert. Das Kammerorchester Ricercare spielt die Streicherserenade von Edvard Elgar und Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“. Außerdem präsentieren die Musikerinnen und Musiker eine Uraufführung des israelischen Komponisten Tzvi Avni, der dieses Jahr seinen 90. Geburtstag begeht.

Ein Epilog im November, die Herbstmusik, ergänzt auch dieses Jahr wieder das Festival mit insgesamt vier Veranstaltungen.