Prominente Besetzung bei „Musikschule im Gespräch“ im Rathausfestsaal
Viel Lob für die städtische Musikschule gab es am Donnerstag bei der Veranstaltung „Musikschule im Gespräch“, zu der der Förderverein der Schule in den Rathausfestsaal eingeladen hatte.
Vorbildliche pädagogische Arbeit
„Ich bin zutiefst beeindruckt von der vorbildlichen pädagogischen Arbeit der Lehrkräfte und dem Erfolg dieses Projektes“, sagte Christoph Poppen, Chefdirigent der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern und Schirmherr des Musikschul-Projekts „Die Kleinen Streicher“ an der Grundschule am Ordensgut.
Alle Kinder mehrerer Klassen lernen dort wahlweise Geige oder Cello. Die Vision von Musikschulleiter Thomas Kitzig, jedem Kind in Saarbrücken die Chance zu geben, ein Instrument zu erlernen, hält Christoph Poppen angesichts der großen musikalischen Tradition in Deutschland durchaus für erreichbar. Allerdings sei die Realität von dieser Vision „noch weit entfernt“, sagte Poppen im Gespräch mit Moderator Friedrich Spangemacher.
Kinder können Instrumente zwanglos ausprobieren
"Wir versuchen, die Kinder zu motivieren und ihnen Erfolgserlebnisse – etwa durch öffentliche Auftritte – zu ermöglichen“, erklärte Thomas Kitzig den pädagogischen Ansatz der Projekte. Die Zusammenarbeit mit den Schulen funktioniere dank engagierter Lehrer, Schulleitungen und Eltern hervorragend.
Wie es überhaupt gelingen kann, mit Gruppen in Schulklassenstärke musikpädagogisch sinnvoll zu arbeiten, erklärte Michael Dartsch, Professor für Musikpädagogik und Elementare Musikpädagogik (EMP) an der Hochschule für Musik Saar.
Mehrere seiner ehemaligen EMP-Studenten arbeiten inzwischen als Lehrer an der Musikschule. „Elementare Musikpädagogik bietet einen voraussetzungslosen Zugang zur Musik. Es geht um spielorientiertes Ausprobieren und darum, sensibel zu werden für die Musik.“ Welche Mittel dabei zum Einsatz kommen, zeigten Dartsch und drei EMP-Lehrerinnen der Musikschule in einer Performance mit szenischen Elementen, Tanz, Bodyperkussion und Improvisation.
Die Arbeit des Fördervereins
Über die Arbeit des Fördervereins der Musikschule berichteten die Vereinsvorsitzenden Prof. Claus Michael Lehr und Gustav Rivinius, Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik Saar.
Zu den Aufgaben des Vereins gehöre die Anschaffung und Instandhaltung von Instrumenten, die Unterstützung besonderer Projekte und die Organisation von Veranstaltungen.
So solle es im kommenden Jahr wieder ein Konzert-Abonnemont „Backstage“ für Mitglieder geben. Geplant seien außerdem mehrere Konzerte mit Lehrern, Schülern und Ehemaligen der Musikschule.
„Wenn wir so weitermachen, ist Musikschule auf einem guten Weg“, lautete das Fazit von Moderator Dieter Boden, dem saarländischen Landesvorsitzenden des Verbands deutscher Musikschulen.
Text: Alexandra Raetzer




